Küchenmarathon


„Bringen Sie 3 – 4 Stunden Zeit mit“, sagte die Küchenberaterin, als ich uns bei KüchenAktuell am Montag telefonisch anmeldete. Püntklich zur Geschäftsöffnung um 10.00 Uhr fanden wir uns gestern morgen dort ein.

Der erste Blick von Frau S. fiel auf unsere Körpergrössen und sie schlug uns eine Küche von Alno vor, weil dort die Arbeitshöhen variabel gestaltet werden können. Für Bernd müsste sie ein wenig höher sein als für mich, aber bei einer „Arbeitsprobe“ meinte Bernd, dass er auch mit meiner Höhe zurechtkommen würde. Danach ging es an die Auswahl der Oberflächen. Auch hier kamen wir recht schnell zu einem gemeinsamen Ergebnis, wir einigten uns auf „Buche vinessa“ im Design „Alnoswing“ – eben schlicht und ergreifend, wie es unser ‚Stil ist. Die Griffe waren auch schnell ausgesucht. Das passende Arbeitsplatte war auch schnell gefunden: „bambootabac“, ein ganz dunkelbraunes Holzdesign.

Danach machte sich Frau S. daran, anhand des Grundrissses erste Skizzen anzufertigen, wobei sie nach der von uns gewünschten Ausstattung fragte. Während sie alles in den Computer übertrug, schickte sie uns durch die riesigen Ausstellungsräume, damit wir uns die diversen Geräte anschauen konnten. Wir bekamen sogar einen Lageplan mit, damit wir wieder zum Beratungstisch finden würden.

Wenn wir mit einem Ergebnis zurückkamen, wurde es in das Küchenarbeitsprogramm übertragen, und schon schickte sie uns wieder los: „Jetzt suchten sie mal Lampen aus.“ Wir schauten in jede „Koje“ (so werden die numerierten Abteile mit den diversen Ausstellungsküchen genannt). Inzwischen kannten wir uns auch ganz gut aus und brauchten den Plan mit dem roten Punkt „sie finden mich hier“ nicht mehr.

Wenn wir ein Objekt unser Begierde gefunden hatten, kam Frau S. mit uns und erklärte technischen Einzelheiten. Bei acht Einbauobjekten (Wandesse – gesprochen Wand-esse, nicht Wan-desse -, Einbauofen, Kochfeld, Microwave, Spüle/Armatur, Spülmaschine, Kühl-/Gefrierkombination, Lampen) summierten sich unsere Rundgänge durch die Ausstellungsräume auf mindestens 16! Dazu kommen noch ein paar Rundgänge mehr, weil wir uns dies oder jenes gern noch mal anschauen wollten.

Nachdem die Küche weitestgehend fertig geplant war, wurden wir in den 3-D-Raum gebeten. Auf einem wandgrossen Bildschirm erschien unsere Küche und wir konnten aus allen Winkeln einen Blick hineinwerfen. Dabei bemerkten wir tatsächlich noch ein paar Details, die noch einer Veränderung bedurften, was uns und auch Frau S. vorher gar nicht aufgefallen war. So eine 3-D-Präsentation können wir wirklich nur Jedem empfehlen.

Als alles fertig war, kam der grosse und unangenehmste Moment, weil es nämlich jetzt ans Budget gehen sollte: Was soll das ganze kosten? Dazu muss ich sagen, dass ich in den letzten Tagen mein persönliches Ziel weiter nach oben gesteckt hatte. Frau S. drückte auf den Knopf und der Computer spuckte eine Zahl aus, die meinen Kopf auf die Tischplatte sinken liess. In dunkler Erinnerung habe ich eine Zahl, die jenseits der 19.000 Euro lag. Uff!

Aber dann fing Frau S. an zu rechnen. Ihr Endergebnis lag dann um die 11.000 Euro, aber sie meinte, wenn sie ihren Chef holt, könnten wir mit dem noch verhandeln. Aber der von ihr prognostizierte Preis war uns noch zu hoch. Wir nahmen dann den Tresen aus der Kalkulation, und schon sah es für uns besser aus. Sie holte den Chef und nach wenigen Minuten wurden wir uns handelseinig. Die Küche ist jetzt zwar teurer, als ich geplant hatte, aber sie gefällt uns und sie ist mit hochwertigen technischen Geräten von Neff ausgestattet.

Allein die Wandesse ist vom Spezialhersteller Pauen. Das Modell SM 39 ist ein wahres Schmuckstück, wobei SM nicht für unsere sexuelle Orientierung steht. In unserem Freundeskreis wurde nämlich schon vermutet, dass wir uns wegen der Bezeichnung „SM“ für das Modell entschieden haben.

Aufgrund einer Werbekation anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Firma KüchenAktuell bekamen wir als Zugabe ein Set aus 9 Töpfen und Pfannen mit Böden für alle Herdarten, sowie ein Kochbuch, alles zusammen im Wert von knapp 1.000 Euro. Da wir uns für ein Induktionskochfeld entschieden hatten, hätten wir eh neue Töpfe und Pfannen benötigt. Wir hätten auch auf die Zugabe verzichten können, dann hätte man uns 500 Euro auf den Preis der Küche angerechnet. Aber dann hätten wir neue Töpfe und Pfannen kaufen müssen – wäre vermutlich letztendlich auf das Gleiche hinaus gelaufen.

Zum Abschluss wurde uns noch gesagt, dass die Hasen einen Gutschein bekommen. Sie haben uns nämlich den Tipp mit KüchenAtkuell und Frau S. gegeben. Wer also dort eine Beratung haben möchte, melde sich bitte per Kontaktformular bei mir, damit wir bei einem erfolgreichen Geschäft auch in den Genuss eines Werbegutscheines kommen.

Nach sechs Stunden verliessen wir fix und fertig das Küchenstudio. Jetzt haben wir eine Küche – aber noch keine Wohnung dafür.

Bemerkung: Die Küche oben entspricht zwar farb- und oberflächnmässig der, die wir ausgesucht haben, aber nicht unserem Grundriss.

Vorbesprechung

Heute Nachmittag hatten wir eine Vorbesprechung mit unserem Bauleiter – auf mein Betreiben. Ich wollte endlich mal Klarheit über verschiedene Dinge und über ein paar Punkte, die uns bei den diversen Besichtungen des „Musterhauses“ aufgefallen sind. Bei dieser Besprechung haben wir auch unsere Ideen zu dem einen oder anderen Punkt beigetragen und erfahren, dass der Bauträger mit einigen Sachen auch nicht ganz glücklich ist, sie sich technisch aber nicht besser umsetzen lassen bzw. nur mit ganz erheblichem Aufwand.

Als ganz gravierende negative Neuigkeit mussten wir erfahren, dass der Übergabetermin 30.12.2006 nicht zu halten ist. Das kostet uns natürlich Geld. Man hat uns allerdings einen Ausgleich zugesagt. Jedenfalls hält uns diese Nachricht nicht davon ab, morgen ein Küchenstudio auzusuchen.

Der Pappelwald aus dem All


Das Baugebiet für das Elbe-Penthouse ist jetzt auch bei GoogleEarth zu sehen. Wer möchte, kann sich ja mal zum Pappelwäldchen beamen.

Auf der Aufnahme ist tatsächlich noch der Pappelwald zu sehen. Fast alle Bäume sind gefällt worden um Platz zu schaffen für die sechs Häuser, die dort an der Elbe gebaut werden.

Das Programm zum Flug über die Erde gibt es bei GoogleEarth kostenlos zum Download.

Langer Winter

Während unserer dreiwöchigen Abwesenheit von der Baustelle hat sich, bedingt durch den späten Wintereinbruch, auf dem Baugelände nicht viel getan. Das Fundament für Haus 6 liegt noch unter einer Schneedecke versteckt. Allerdings steht schon ein Kran bereit, der dann sofort einsatzbereit ist, wenn das Wetter einen Weiterbau zulässt.

In Haus 5, dem „Musterhaus“ schreiten die Arbeiten unterdessen weiter voran. Es sind alle Fenster eingesetzt, alle Räume sind verputzt, in den beiden Pentauswohnungen sind die Decken eingezogen.

Es stellt sich für uns immer mehr als sehr hilfreich heraus, dass wir durch ständige Beobachtung des Baus neue Ideen bekommen, unsere Meinung zu anderen Dingen wieder ändern und uns einen Fragenkatalog bezüglich verschiedener unklarer Punkte anlegen können.

Morgen in einer Woche haben wir ein Gespräch mit dem Bauleiter. Da werden wir hoffentlich einige unklare Punkte ausräumen und unsere Ideen zu Änderungen einbringen können.

Das kann doch mal passieren

Niemand ist davor gefeit, einen Schreib- oder Grammatikfehler in seine veröffentlichten Texte einzubauen. Manchmal können sich durch einen falschen Buchstaben ganz andere Bedeutungen ergeben, die zum Teil auch ganz nett sein können.

So stand letztens in einem Baublog folgender Text:

„Soweit scheinen die Lage der Fenster und Türken alle ok zu sein.“

Man sieht: ein falscher Buchstabe an der richtigen Stelle und aus Türen wurden Türken. Als Autor liest man sicher schnell darüber hinweg und bemerkt seinen Fehler nicht. Ich hatte ihn bemerkt und dazu einen kleinen netten Kommentar geschrieben.

Täglich schaute ich nach, ob es seitens des Herausgebers des Blogs dazu einen netten Gegenkommentar gibt. Eine Woche lang passierte nichts. Aus den Türen waren immer noch Türken geworden und einen Kommentar gab es auch nicht.

Heute endlich war was geschehen, aber anders als ich erwartet hatte. Die Türken waren verschwunden, stattdessen waren tatsächlich Türen aufgetaucht und mein Kommentar war kommentarlos gelöscht worden.

Ich frage mich, ob Hausbaublogger keinen Humor haben. Ist der Humor ihnen durch den Hausbaustress abhanden gekommen? Ich meine, bei allem Hausbaustress sollte man sich den Humor nicht nehmen lassen und ein wenig von seiner menschlichen Seite zeigen.

Ich wage gar nicht, hier zu sagen, wo ich dir Türken gefunden hatte, sonst gib’t noch Ärger.

Weiter geht’s

Nach 3-wöchiger Abwesenheit von unserer zukünftigen Heimat war mal wieder eine Besichtigung fällig. Bei unserem heutigen Besuch fielen gleich zwei gravierende Änderungen auf dem Baugelände ins Auge:


1. Für Haus 6 wurde das Fundament gegeossen.


2. Das Rückhaltebecken wurde ausgehoben und der Wendeplatz (links neben der Kuhle) wurde planiert und befestigt. Rechts neben dem Rückhaltbecken ist der Platz für Haus 3, in dem wir wohnen werden. Nein, es sind nicht die Container – um frechen Kommentaren gleich einen Riegel vorzuschieben.

Im „Musterhaus“ sind fast alle Wände verputzt, und zwar mit einem sehr glatten Material. Ausserdem sind alle Fenster eingebaut worden. Die Penthousewohnungen haben eine Schiebetürenkonstruktion zur Terrasse. Das ist auf Wunsch der Käufer eingebaut worden und kostet natürlich extra, was sicher nicht ganz unerheblich ist.

Beide Wohnungen haben auch je einen Schornstein für einen Kaminofen. Wie uns unser Verkäufer, die heute die Betreuung vor Ort machte, erzählte, kostet so ein Schornstein Eur 2.500,00 bis Eur 3.000,00. Ups – so teuer hatten wir uns das nicht vorgestellt. Mal sehen, ob unser Budget das noch hergibt. Ein nachträglicher Einbau wäre natürlich erheblich teurer und aufwändiger.

Die Decken werden aus einer Gipskartonkonstruktion bestehen und sollen tapeziert werden. Also darüber müssen wir noch mal reden, über die Tapeten meine ich.

Eine erfreuliche Mitteilung erhielten wir, was unsere zukünftige Adresse betrifft. Entgegen der bisherigen Bezeichnung in den Plänen „Sandstrasse“ wird die Strasse „Im Pappelwald“ heissen. Das klingt natürlich viel gemütlicher und netter, obwohl vom ursprünglichen Pappelwald ja kaum noch was zu erkennen ist.

In Buldern nicht erwünscht

Ich dachte immer, Hausbauer und dazugehörige Blogger hätten Interesse aneinander und dem was sie planen, bauen, kaufen und sonst noch mit ihren Objekten machen. Die Möglichkeit, einzelne Erfahrungen zu kommentieren, lädt dazu ein, Fragen zu stellen um vielleicht selbst das Eine oder Andere am eigenen Objekt besser machen zu können, als es geplant ist. Baublogs sollten meiner Meinung nach unter anderem dazu dienen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen, und das ohne Konkurrenzdenken.

Es gibt aber auch Baublogs, in denen Fragen zum Thema Bau nicht erwünscht sind (http://marcoundnadine.blogspot.com). So stellte ich z.B. die Frage, ob das Tapezieren von Decken im eigenen Heim eine eigene Idee war oder eine Empfehlung. Hintergrund dieser Frage: In der Baubeschreibung für unsere Wohnung steht auch drin, dass die Decken tapeziert werden. Zusätzlich zu meiner Frage liess ich mich allerdings zu der Bemerkung hinreissen, dass man solches in den 60er Jahren gemacht hat um Decken in Altbauten zu verschönern. Dies sollte keine Kritik sein, sondern einfach nur eine Feststellung.

Beim nächsten Besuch auf der Seite stellte ich fest, dass der Kommentar nicht vorhanden war. Ich war im Zweifel, ob ich bei Absendung des Kommentars alles richtig gemacht hatte und schrieb sinngemäss das Gleiche noch mal. Klick und weg und siehe da, der Kommentar war abgespeichert und erschien da, wo er sein sollte.

Überrascht war ich dann, als ich bei einem weiteren Besuch feststellen musste, dass mein Kommentar gelöscht worden war. Die Vermutung liegt nahe, dass ich beim ersten Mal auch alles richtig gemacht hatte, aber meine Beteiligung an der Diskussion offensichtlich nicht erwünscht ist. Oder ist man in Buldern vielleicht sogar homophob?

Ich bin mir keiner Schuld bewusst, ewas abfälliges gesagt zu haben. Ich habe eine Frage gestellt und eine sachliche Feststellung getroffen. Da die Möglichkeit besteht, mich per Email zu erreichen, wäre es doch nett gewesen, mir mitzuteilen, warum mein Kommentar gelöscht wurde wenn man damit nicht einverstanden gewesen war.

Ich werde troztdem weiterhin dort lesen, möchte ich doch wissen, wie andere Bauherrn ihr Zuhause gestalten.

Abwarten

Bei unserem letzten Besuch in Geesthacht bekamen wir ja eine recht ausweichende Antwort auf unsere Frage, wann denn nun endlich mit dem Baubeginn zu rechnen sei. Zufällig fand ich bei Immoscout, dass unser Bauträger die Wohnungen mit Fertigstellung im Jahre 2005 anbietet, auch Penthousewohnungen seien noch zu haben.

Hiermit und mit noch ein paar anderen Dingen konfrontierte ich in der vorigen Woche unseren Verkäufer. Er versprach, sich darum zu kümmern und mich in der nächsten Woche – also diese Woche – anzurufen, wann denn mit dem Baubeginn zu rechnen sei. Er wollte sich gleich am Montag darum kümmern.

Heute rief er tatsächlich an und teilte mir mit, dass mit dem Bau noch in diesem Quartal begonnen wird. In der Praxis heisst, das also, dass spätestens im März der Erdaushub für den Keller gemacht wird.

Na, wir sind gespannt, ob diese Planung eingehalten wird. Wir haben im Laufe der letzten sechs Monate schon verschiedene Versionen über den Terminplan des gesamten Bauvorhabens gehört.

Hausbaublogboom

Wie Stefan von den Hausbau Erfahrungen schon geschrieben hat, schiessen die Hausbaublogs wie Pilze aus dem Boden. Ich habe bisher aber noch kein Blog gefunden, dass sich mit dem Kauf einer Eigentumswohnung beschäftigt. Wenn jemand so etwas findet wäre ich für einen Tipp dankbar.

Auf’s Dach gestiegen

Heute bin ich dem „Musterhaus“ auf’s Dach gestiegen. Im Treppenhaus stand eine Leiter, die durch eine Öffnung im Dach nach aussen führte. Da mich die Dachkonstruktion sehr interessiert, musste ich natürlich die Leiter hochklettern und nachsehen, wie das Dach von oben aussieht. Fertig ist es noch nicht. Es kommt noch etwas auf die Kunststofffolie drauf. Ich werde es weiter beobachten bzw. es mir erklären lassen.

In der Fensterfrage sind wir etwas nachsichtiger geworden. Nach nochmaliger eingehender Betrachtung sind wir der Meinung, dass man damit leben kann, wie es jetzt ist. Natürlich wäre es schön – und es wirkt sicher viel grosszügiger – wenn man die Fenster komplett wie Türen öffnen könnte. Allerdings muss man auch sehen, dass ein Insektenschutz für die aktuelle Variante viel preisgünstiger wird.

Ich möchte hier betonen, dass diese Dokumentation des Baus nicht das Haus betrifft, in das wir mal einziehen werden. Allerdings bin ich der Meinung, dass jedes Detail, dessen ich habhaft werden kann, später mal als Eigentümer einer der Wohnungen nützlich sein könnte.

Vor Ort trafen wir heute unseren Verkäufer. Auf meine abschliessende Nachfrage, wann denn mit dem Bau „unseren“ Hauses begonnen wird, bekamen wir eine recht ausweichende und unbefriedigende Antwort. Ich werde da am Ball bleiben.