Das Fundament

Nach unserem frühmorgendlichen Weihnachtseinkauf machten wir schnell einen kleinen Besuch in Geesthacht. Es ist das erste Mal, dass wir den Bauzustand so vorgefunden haben, wie wir es gehofft haben: Man hat es geschafft, das Fundamant noch vor Weihnachten fertigzustellen.

Jetzt drückt uns bitte die Daumen, dass wir nicht noch einen strengen Winter bekommen, damit es zügig weitergehen kann.

Das Kellerloch

Jetzt kann man erkennen, dass es langsam vorangeht im Pappelwäldchen. Die Baugrube für den Vollkeller ist aushoben und die seitliche Verschalung für das Fundament ist gesetzt worden. Es besteht also Hoffnung, dass das Fundament in der kommenden Woche, also noch vor Weihnachten, fertiggestellt wird.

Warum das Holz für das Dach in Haus 4 schutzlos, dem Regen ausgesetzt, gelagert wird, bleibt wohl das Geheimnis des verantworlichen Bauleiters.

Ideen

Ideen hat sicher jeder Bauherr. Die meisten sind bestimmt technisch umsetzbar. Ob man die Ideen auch tatsächlich verwirklicht, ist oft eine Frage der Finanzen.

Eine unserer Ideen ist es, statt des Fliesenspiegels über der Arbeitsplatte in der Küche, Glasplatten anzubringen, und das möglichst so, dass sie von hinten beleuchtet werden kann. Optimal wäre es, die Beleuchtung mit LEDs zu machen, für die man verschiedene konstante Farben bzw. einen Farbwechsel einstellen kann.

Wir sind gerade dabei, Angebote für Glasplatten einzuholen. Ein Angebot ist bereits eingetroffen. Das Glas selbst ist gar nicht mal so teuer. Aber das Bohren der Löcher für die Befestigung und die Steckdosen schlägt dann voll rein. Und jeder weiss, dass man für die Küche nie zu viel Steckdosen haben kann.

Zweifel

Nette zukünftige Nachbarn hatten uns heute eine Mail geschickt und uns informiert, dass das Loch immr nur noch ein Loch ist und noch das gleiche Loch ist, das es schon vor zwei Wochen war. Wir hatten damit gerechnet, dass man in der vergangenen Woche das Loch wenigstens schon vergrössert hätte für die 2. Kellerhälfte.

Nach jetziger Einschätzung meinerseits wird man in diesem Jahr allenfalls noch das Fundament einbringen. Es sind noch 2 Wochen bis Weihnachten, dann ist ja erfahrungsgemäss bis Anfang Januar erst Mal Baupause. Und dann soll das Haus bis zum 30. Juni fertig und die Wohnung einzugsbereit sein?

Es wird ernst!

Heute traf die Rechnung des Bauträgers für die erste Rate ein. Die ist laut Kaufvertrag „Bei Beginn der Erdarbeiten“ fällig. Da diese bereits Mitte November begonnen hatten, rechnete ich schon täglich mit der Rechnung. Sobald ich vom Notar die Bankbürgschaftsbestätigung erhalten habe, sind 20 Prozent des Kaufpreises innerhalb von 10 Tagen zahlbar. Dann wird mein „Hauskonto“ erheblich zusammenschrumpfen.

Schrecksekunde

Gestern Nachmittag erhielt ich einen Anruf von unserem Verkäufer: Die Konstruktion des Hauses muss aus statischen Gründen geändert werden da der Untergrund an der Stelle, an der Haus 3 mit dem Elbe-Penthouse gebaut wird, nicht genügend tragfähig ist.

Geplant war, das Haus mit einem halben Keller zu bauen, die andere Hälfte des Hauses würde auf einer Fundamentplatte stehen, so wie es bei Haus 4 und 5 auch der Fall ist. Bei Haus 3 könnte es gegebenenfalls unter Umständen früher oder später passieren, dass die Platte absackt und das Haus dann reisst. Da unsere Wohnung über beide Flächen reicht, also über den Keller und über die Platte, hätten wir dann eine natürliche Belüftung und eine Stufe mitten in der Wohnung. Es soll ja schick sein, auf verschiedenen Ebenen zu wohnen. Aber unter diesen Umständen verzichte ich gern darauf.

Um diesen GAU zu vermeiden, bekommt Haus 3 jetzt einen Vollkeller, dann ist die Stabilität wieder hergestellt. Eine alternative wäre gewesen, die eine Haushälfte auf Gründungspfähle zu setzen. Der jetzt gewählte Vollkeller ist aber wohl doch besser.

Der Bauträger braucht dazu unsere schriftliche Zustimmung, deshalb kam gestern die telefonische Ankündigung. Auf den Preis unserer Wohnung wird sich das nicht auswirken. Die 2. Kellerhälfte wird anderweitig vermarktet. Allerdings rechnet man nicht damit, die anfallenden Extrakosten in Höhe von Eur 50.000 vollständig wieder herein zu bekommen.

Mir ist es rätselhaft, wieso man die Bodenbeschaffenheit nicht an allen 6 Standorten für die Häuser im Vorwege geprüft hat. Aber bin ich ein Fachmann für solche Dinge?

Überraschende Einladung

Während der letzten Wochen und Monate waren wir ja nicht regelmässig an jedem Wochenende im Pappelwäldchen. Wir hatten Angst vor der Enttäuschung, dass wieder nichts geschehen ist. Aber jetzt, wo es endlich losgegangen ist, werden wir wohl jede Woche nachsehen, wie weit der Bau von Haus 3 vorangeschritten ist. Also machten wir uns heute Mittag wieder auf den Weg nach Geesthacht.

Ein Fundament haben wir noch nicht, dafür ist ein Loch im Loch zu sehen. Das wird das untere Ende vom Aufzugschacht. Da es eine offizielle Grundsteinlegung für unser Haus nicht geben wird – es sei denn, wir machen eine Privatveranstaltung mit den Nachbarn – habe ich heute einen Glückscent verscharrt. Ich muss gestehen, dass ich etwas abergläubisch bin. Vielleicht hilft diese kleine Geste ja, dass es ein guter Bau wird und Bernd und ich dort ein glückliches Leben führen werden.

Während unseres Rundgangs im in Bau befindlichen Haus 4 bemerkte ich, dass wir aus Haus 5 per Handzeichen angesprochen wurden, wir sollten doch mal rüberkommen. Herr G. stand auf dem Balkon und beim Näherkommen lud er uns ein, doch mal raufzukommen. Neugierig, wie wir nun mal sind, liessen wir uns das nicht zweimal sagen. Wir wurden in die Wohnung gebeten und erwarteten eine kleine Besichtigung. Aber stattdessen wurden wir zu einem Genever und zum Adventskaffee eingeladen. Frau G. war nicht daheim. Sie besuchte ihre Mutter im Heim. Während Herr G. seine Frau dort abholte, wurden wir ein paar Minuten allein gelassen, was wir als grossen Vertrauensbeweis empfanden.

Natürlich gab es auch eine Wohnungsbesichtigung. Sowas ist immer hiflfreich für eigene Entscheidungen für die Ausstattung unserer Wohnung, die ja in den nächsten Monaten auch anstehen.
Ausserdem bekamen wir Tipps über Einkaufsmöglichkeiten für Fliesen und Fensterzubehör sowie die Information, dass die am Bau beteiligten Handwerker gute Arbeit geleistet haben

Beim Kaffee mit leckerem selbstgebackenem Kuchen wurden auch private Informationen ausgetauscht. Und wenn wir nicht den Absprung gemacht hätten, um nach Hause zu fahren, würden wohl jetzt immer noch dort sitzen und klönen.

Dieser Nachmittag hat uns das Pappelwäldchen wieder ein Stück näher gebracht. Vielen Dank Familie G.

Unser Loch


In diesem Loch wird also das Elbe-Penthouse entstehen, bzw. das Haus, auf dem es gebaut wird. Ich hatte ja gehofft, dass wir heute wenigstens schon die Verschalung für das Fundament sehen würden. Na ja, es ist ja nichts neues, dass unsere Hoffnungen nicht erfüllt werden. Das hat sich ja in der Vergangenheit oft genug herausgestellt.

Zukünftige Nachbarn haben wir auch wieder getroffen. Man fühlt sich dort schon fast wie zu Hause, obwohl wir noch gar kein zu Hause im Pappelwäldchen haben.

Auf der Heimfahrt hat Bernd aus dem fahrenden Auto bei ca. 120 km/h noch diese schöne Aufnahme gemacht:

Nervös gemacht?

Meine gestrige Bemerkung über ein ‚gravierendes Detail ‚hat unseren zukünftigen Nachbarn, Herrn J., scheinbar nervös gemacht. Er rief mich nämlich heute ziemlich früh im Büro an und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Ich konnte Herrn J. beruhigen. Ihm – wie auch uns – ist das Teil bereits bekannt, nur Herr und Frau K. hatten es bei ihren bisherigen Exkursionen noch nicht entdeckt.

Es handelt sich um eine Stahlstütze, die etwas unglücklich platziert ist, nur wenige Zentimeter vom Fensterrahmen entfernt. Aus statischen Gründen muss der lange, die Fensterfront überspannende, Stahlbetonträger gestützt werden.

Eleganter wäre es, die Stütze in die Fensterfront zu integrieren. Herr K. war mit uns – und mit Familie J. – einer Meinung, dass das Ding optisch unpassend eingebaut wird und will den Bauleiter nach einer anderen Lösung befragen. Uns kann es recht sein. Familie K. hat ein Penthouse im zurzeit in Bau befindlichen Haus 4 gekauft. Das Haus ist erst bis zum 1. Obergeschoss hochzogen, es wäre also noch möglich, im Penthouse etwas zu modifizieren. Wenn es eine andere Lösung gibt, dann können wir davon auch profitieren.

Wir hatten uns schon überlegt, die Stütze mit einem Tampen zum umwickeln und somit zu einem Kratzbaum für eine Katze umzufunktionieren.

Anlass zur Hoffnung …

… bietet das Loch, das wir heute im Pappelwäldchen vorgefunden haben. Hier wird also Haus 3 von 6 Häusern entstehen, auf dem dann das Elbe-Penthouse seinen Platz finden soll.

Der Beginn der Erdarbeiten bedeutet aber auch, dass demnächst die erste Rate gezahlt werden muss. Hoffen wir, dass es dann auch zügig mit den Bauarbeiten voran geht.

Als wir in „unsere“ Strasse einbogen, entdeckten wir das Ehepaar K., das wir möglicher Weise letztes Jahr Weihnachten etwas verwirrt hatten. Nachdem wir jeder dem Verkäufer, der in Musterwohnung Dienst tat, unsere Aufwartung gemacht hatten, trafen wir uns im Rohbau von Haus 6. Ideen und Erfahrungen wurden ausgetauscht. Ein gravierendes Detail in den uns betreffenden Wohnungen hatten sie noch gar nicht entdeckt. Herr und Frau K. sind genauso wie wir der Meinung, dass es dafür eine andere Lösung geben müsste.

Da es stark angefangen zu regnen, blieben wir im Treppenhaus von Haus 6 stehen. Wenn es uns dort zu kalt wurde, gingen wir in eine der Wohnungen, die zum Trocknen schon beheizt wurden. Unser Verkäufer wollte seinen Dienst beenden und das Haus abschliessen. Wir erhielten die Genehmigung, uns weiter dort aufzuhalten und nach unserem Plausch die Eingangstür zuzuziehen.

Während unser Unterhaltung kamen noch mehrere Interessenten, die eine der Wohnungen mieten oder kaufen wollten. Herr K. kümmerte sich sehr professionell um die Leute. Vielleicht hätte er grosse Chancen, die noch freien Wohnungen an den Mann bzw. an die Frau zu bringen.

Nachdem mehr als zwei Stunden vergangen waren, wollten wir uns auf den Heimweg machen. Wir wurden noch zu einem Schälchen Kakao eingeladen, wollten dann aber doch lieber nach Hause.

Bislang haben wir noch nicht allzu viele zukünftige Mitbewohner des Pappelwäldchen kennen gelernt, aber die, die wir kennen gelernt haben, sind sehr nett – ein Grund mehr zur Vorfreude auf unsere neue Heimat.