Hin und her

Unsere Etage ist immer für eine kleine Überraschung gut.
Vor ein paar Tagen schmückten unsere Nachbarn das vor unserer Wohnungstür stehende Dekohuhn mit einer Deutschen Autoflagge:

Im Gegenzug statten wir gestern Abend die Pflanze der Nachbarn vor deren Wohnungstür mit einer Türkischen Autoflagge aus:

Solche Aktionen geschehen natürlich heimlich.
Als unsere Nachbarn die Flagge heute morgen entdeckten fragten sie mich, was wir denn nun mit der Kroatischen Flagge machen. Es war reiner Zufall, dass die Flagge zum Gegner der Deutschen Fussballnationalmannschaft im Halbfinale passt.

ausgesperrt


Seit heute können wir alle Fenster und die Terrassentüren weit aufmachen. Abends können wir jeden Raum mit 1000 Watt bei geöffneten Fenstern und Türen erhellen. Mücken und sonstiges Krabbelzeugs können uns nun nichts mehr anhaben.

Die beiden Doppeltüren zur Terrasse haben jeweils seitwärts einfahrende Rollos erhalten, alle 6 Fenster sind mit Vertikalrollos ausgestattet worden. Eine günstigere Variante wäre gewesen, die Fenster mit aushakbaren Rahmen zu versehen. Aber wir finden, dass die Rollos praktischer sind wir sie nur schliessen müssen, wenn tatsächlich ein Fenster offen ist.

Desweiteren wurden Rahmen mit Insektenschutzgaze im Badezimmer und Hauswirtschaftsraum unter den Oberlichtern montiert sowie ein Schmutz- und Insektenschutzgitter auf dem Abdeckrost für das Kellerfenster angebracht. Wir sind also rundherum insektengeschützt.

Für Interessierte: Der Insektenschutz ist von der Firma Laparo und wurde eingebaut von der Firma Kohn Raumgestaltung.

Urlaub im Pappelwäldchen


Seit Montag habe ich Urlaub. Und den verbringen wir – bis auf unseren kleinen Ausflug nach Mönchengladbach – zu Hause. Erstens gibt es ja noch das eine oder andere zu tun, z.B. habe ich die Terrassenmöbel aus Teakholz gereinigt. Die warten jetzt darauf, dass sie mit Öl aufgefrisch werden. Zweitens gibt es hier in der Umgebung einiges zu entdecken. Ein Urlaub zu Hause ist eine gute Gelegenheit, sich mit dem Umland vertraut zu machen.

Am besten täte man das ja mit dem Fahrrad. Da wir aber nur eins besitzen, welches natürlich kein Tandem ist, muss für die Entdeckertour das Auto herhalten. Bei trockenem und sonnigem Wetter offen über den Deich zu fahren ist ja auch ganz nett.

Unser heutiges Ziel war die Riepenburger Mühle. Nette Menschen hier aus dem Haus hatten davon erzählt. Und auch davon, dass man im Mühlencafé leckere Trinkschokolade bekommen kann. Und was lecker ist müssen wir natürlich ausprobieren. Ausserdem üben Mühlen eine gewisse Anziehungskraft auf mich aus, besonders wenn sie auch noch betriebsbereit sind – wie die Riepenburger Mühle – und dort noch Getreide zu Mehl verarbeitet wird, wenn auch nur in kleinen Mengen.


Leider deckten sich die Öffnungszeiten des Cafés nicht mit den Besichtungszeiten für die Mühle. Ich hätte man die Mühlenhomepage etwas genauer studieren sollen. So blieb uns nur der Genuss der Zottertrinkschokolade: Heisse aufgeschäumt Milch wird serviert, dazu gibt es einen Riegel Schkolade in der ausgesuchten Geschmacksrichtung, den man selbst der Milch zuführt. Nach einer kurzen Wartezeit wird das Getränk mit einer Art Minischneebesen umgerührt.

Viel zu schnell war das Glas mit der Leckerei geleert. Ein zweites hätte uns gut zu Gesicht gestanden. Allein die darin enthaltenen Kalorien hielten uns davon ab, eine andere Geschmacksrichtung zu versuchen. Aber die Riepenburger Mühle ist ja nicht so weit weg, und sie will ja auch noch besichtigt werden.

Schnell genug


Es hat sich mal wieder gelohnt, aufmerksam und schnell zu sein. Ein Regenschauer und die untergehende Sonne liessen heute Abend einen Regenbogen über dem Pappelwäldchen erscheinen. Wenn man genau hinschaut kann man erkennen, dass der Regenbogen aus dem Dach des rechten Carports aufsteigt. Der Legende nach könnte ja dort ein Topf mit Gold sein. Also liebe Mitleser, bewaffnet euch mit Schaufeln und grabt, aber anschliessend das Kehren nicht vergessen!

Glut im Baum


Gestern Abend hielt ich mich sehr lange auf der Terrasse auf. Nachdem eine Wolkenwand auf der anderen Seite der Elbe vorbeigezogen war, konnte die untergehende Sonne ihre Strahlen wieder ungehindert in Richtung Pappelwäldchen schicken. Dort brachte sie das Laub der Pappeln zum Glühen.

Klarstellung

So langsam scheint es ja wohl fast jeder hier im Pappelwäldchen mitbekommen zu haben, dass es jemanden gibt, der ein Weblog über das Pappelwäldchen schreibt.

In erster Linie dient dieses Weblog dazu, die Entwicklung des Pappelwäldchen von seiner jungfräulichkeit, die hier noch vor 3 Jahren anzutreffen war, sowie den Kauf und den Bau unserer Wohnung zu dokumentieren. Wer sich mal mit dem Thema Baublog beschäftigt hat, wird schnell feststellen, dass es unzählige Blogs dieser Art gibt – meist über den Bau von Einfamilienhäusern. Sie dienen u.a. dazu, anderen Bauherrn Informationen, Tipps und Anregungen zu geben.

Wer, so wie wir, von Anbeginn wirklich jede kleine Veränderung in der Vorfreude auf das neue Zuhause registriert hat, nimmt auch jede noch so kleine Veränderung des Umfeldes wahr, und zwar ohne, dass man tagein tagaus mit einem Kissen auf der Fensterbank aus dem Fenster hängt. Wir gehen einfach mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, und zwar nicht nur im Pappelwäldchen. Wir registieren z.B. die Vielfalt der Vogelwelt, dargeboten durch die verschiedenen Laute. Habt ihr, liebe Anwohner, schon mal morgens um acht den Kuckuck gehört? Habt ihr schon mal den Specht gesehen? Oder das Eichhörnchen?
Habt ihr bemerkt, dass in der Sandstraße ein Verkehrsschild aufgestellt wurde, das dem Pappelwäldchen Vorfahrt gewährt gebenüber Fahrzeugen, die von links kommend auf der Sandstraße fahren?

Wenn der eine oder andere Beitrag Anwohner oder andere Leser dazu anregt, z.B. das hier Geschriebene zu kommentieren, zeigt doch, dass eine gewisse Neugierde und/oder ein Interesse vorhanden ist, sich über das Leben im Pappelwäldchen zu informieren.

Bislang war ich immer der Meinung, dass gerade Großstättdter sich in eine gewisse Anonymität zurückziehen und sich nicht um ihr Umfeld kümmnern. Dass dies auch in einer Kleinstadt der Fall ist, ist mir neu. Und Probleme irgendwelcher Art haben wir wirklich nicht. Probleme haben wohl nur die Leute, die so feige sind, nicht mit ihrem Namen und einer gültigen Emailadresse zu kommentieren.

Alle Beiträge in diesem Weblog waren bisher meinungsfrei und haben nur über Tatsachen berichtet. Wertungen sind erst durch die Kommentare entstanden.

Persönlichkeitstest

„My home is my castle!“ – das ist die Überschrift eines Tests zum Wohnstil. Hier das Ergebnis:

Lassen Sie die Zugbrücke runter und patrouillieren Sie entlang der Festungsmauer!
Wir behaupten nicht, dass Aristokraten wie Sie ungesellig wären. All diese Abwehrmechanismen sind nur dazu da, um Unordnung in Schach und ungebetene Gäste fern zu halten. Schließlich wollen Sie ihre auserlesene Einrichtung, die Sie mühevoll erworben und von allen Teilen der Erde nach Hause gebracht haben, in Ruhe genießen. Was gut aussieht und was nicht – Sie scheinen den Blick dafür zu haben, egal ob Sie nun eine minimalistische High-Tech Einrichtung oder den altmodisch-klassischen Stil bevorzugen. In Ihrem Freundeskreis gibt es vielleicht ein paar dreiste Leute, die Sie für einen verkappten Snob halten, aber wir wissen doch, dass es sich hier nur um einen erlesenen Geschmack handelt! Oder wie Oscar Wilde sagte: „mein Geschmack ist einfach – nur das Beste!“ Auch wenn Sie vermutlich keine wilden Partys schmeißen, könnten wir uns durchaus vorstellen, dass Sie Gastgeber einer illustren Abendgesellschaft sind. Und wenn Sie einladen, wird der Event selbstverständlich die bestorganisierte Soiree der Stadt. Vergewissern Sie sich bitte, dass wir auf der Gästeliste stehen!

Zum Teil finde ich mich tatsächlich darin wieder. Besonders die Überschrift hat es mir angetan. Ich habe das schön früher verwendet, als ich noch im Reihenhaus in Lübeck wohnte.

Entdeckt bei Kalle. Selber testen
hier.

Frühjahrsjahrmarkt

Es ist wieder Jahrmarkt in der kleinen Stadt. Man geht wählen und verbindet den Urnengang mit einem Rundgang über den Jahrmarkt. Die Backöfen in der kleinen Stadt bleiben an diesem Wochenende kalt. Auf dem Heimweg vom Jahrmarkt werden nämlich Berliner oder anderes Schmalzgebäck für die Kaffeetafel mitgenommen. Und da das Gebäck bei diesem Bäcker am besten schmeckt, nimmt man gern in Kauf, sich anzustellen und zu warten bis man dran ist.

Nach dem kollektiven „Wahlgang“ mit den Nachbarn machten auch wir unsere Runde über den Jahrmarkt mit dem abschliessenden Schlangestehen.

Grillerfahrungen


Inzwischen haben wir ein paar mal unseren Grill benutzt und ich kann über die Erfahrungen damit berichten.

Bisher hatte ich immer Spiritus zum anzünden der Holzkohle genommen. Ich weiss, dass es gefährlich ist und dass man das eigentlich nicht soll. Aber es geht flott und wenn man aufpasst, passiert auch nichts. Als wir den Thüros das erste mal benutzten, nahm ich natürlich die Spiritusflasche zur Hand. Auf die Warnung von Bernd „Hier in der Anleitung steht, dass man keinen Spiritus nehmen soll“ reagierte ich mit den Worten „Das schreiben die immer, wegen der Sicherheit“. Also kippte ich reichlich Spiritus über die Grillbriketts, ging einen grossen Schritt beiseite und warf ein Streichholz drauf. „Wumm“ machte es und die Kohle stand in Flammen. Plötzlich wurde ich gewahr, dass unten aus der Säule Flammen züngelten. Was ich nicht bedacht hatte und warum für diese Art von Grill Spiritus wirklich ungeeignet ist: Die Kohle liegt in einer durchlöchterten Schale damit sie von unten mit Sauerstoff versorgt wird. Wenn mehr Spiritus auf die Kohle gegossen wird, als sie aufsaugen kann, läuft der Spiritus durch und natürlich entzündet der sich auch. Also ist es klar: Nächstes mal doch Grillanzünder nehmen.

Die hohle Säule, auf der der Grill ruht, hat unten einen Schieber, um die Luftzufuhr zu regeln. Wenn die Kohle angezündet wird, sollte der Schieber ganz auf sein. Es ist tatsächlich so, dass die Holzkohle in relativ kurzer Zeit durchgeglüht ist, so dass man mit dem eigentlichen Grillakt beginnen kann. Allerdings sollte man tunlichst vermeiden, den Schieber offen zu lassen. Die Hitzeentwicklung ist dann nämlich sehr stark. Würstchen werden in wenigen Augenblicken schwarz, die Hitze ist so gross, dass man kaum mit der Grillzange über das Rost kommen kann weil man sich fast die Hand verbrennt. Und es kann geschehen, dass die Mälzerzange – als Grillzange benutzt – so heiss wird, dass sie anschmilzt.

Wenn man daran denkt, den Schieber rechtzeitig wieder zu schliessen, bereitet der Thüros keine Probleme. Man kann ihn beim Anheizen ruhig sich selbst überlassen. Es ist nicht notwendig, mit dem Föhn zu hantieren, zu blasen oder mit irgendwas zu wedeln – er macht es ganz allein, und das recht flott. Nur darauf achten: Schieber zu wenn die Kohle durch ist.