Die Puschenfrage

Sie tauchte im Oktober letzten Jahres bei den
Hausbau Erfahrungen
auf, nämlich die Frage, ob man seinen Gästen zumuten kann, die Schuhe vor dem Betreten der Wohnung auszuziehen. Über dieses Thema entwickelte sich alsbald eine kleine Diskussion, in deren Verlauf klar wurde, dass es einerseits regional unterschiedlich gehandabt wird, anderseits die Haus- bzw. Wohnungseigentümer wert darauf legen, dass die Bodenbeläge geschont werden. Einige Gastgeber halten für ihre Besucher sorgar extra Gästehausschuhe bereit. Nach wenigen Tagen war die Diskussion beendet. Die allgemeine Richtung „Schuhe aus“ war eindeutig.

Jetzt hat eine Dame namens Laura den Blogeintrag gefunden. Sie gehört der Fraktion „anbehalten“ an. Ihre Meinung vertritt sie sehr nachdrücklich, wie man dort nachlesen kann.

Inzwischen ist die Bloggergemeinde der Hausbauer und -käufer ein wenig gewachsen und es wäre für den einen oder anderen Gastgeber und Gast vielleicht interessant, die Diskussion wieder aufzunehmen.

10 Gedanken zu „Die Puschenfrage

  1. Christian

    Ich bleibe dabei: bei uns werden die Straßenschuhe ausgezogen! Unsere Gäste bekommen anständige Pantoffeln an die Füße und das war es dann auch. Da gibt es keine Stilfragen oder sonstwas – wer rumzickt bleibt draussen.

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  2. Holger

    Ich hatte es schon bei Häuslebauer erwähnt, poste es hier aber auch gerne noch mal:

    Dei meisten die uns kennen, wissen das wir es schön finden wenn die Straßenschuhe im Haus ausgezogen werden. Zwar haben wir noch keine Gästepuschen, aber das stört die wenigsten, dank Fussbodenheizung bekommt bei uns keiner kalte Füße.

    Wenn aber mal jemand patout seine Schuhe nicht auszieht (wir bitten auch nicht darum, sondernhalten es für selbstverständlich), dann darf er zwar rein, aber nur im EG bleiben. Treppe und Obergeschoss sind dann für ihn/sie tabu.

    Beim lesen dieser Dikussion, stellt sich mir aber auch die Frage nach dem alter von Laura. Ohne anmaßend sein zu wollen schätze ich es mal auf unter 18, bzw. noch im Hotel Mama wohnend. Ansonsten wäre die Verantwortung gegenüber fremdem (und auch eigenem) Eigentum etwas ausgeprägter.

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  3. Dennis

    Ich bin eher der Ansicht, dass die Gäste, wenn Sie sich denn im EG aufhalten (also in Zukunft, unser Haus ist ja noch “under construction”) die Schuhe anlassen dürfen. Liegt aber meiner Ansicht nach auch am Bodenbelag, wir werden robuste Fliesen haben, bei Parkett oder Laminat würde ich das wohl auch anders sehen.

    Gruss aus NRW 🙂

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  4. Laura1234

    @HOLGER
    Tja, so kann man sich verschätzen, liiiiiiiiiiiiiiiiiiiieber (älterer Herr) Holger! Wenn Du’s wissen möchtest, frag’ einfach – ehe Du Dich sooo verhaust… Das Hotel Mama bin dann nämlich eher schon ich selbst – zähle 44 Lenze!!!

    Und ich habe selbstverständlich auch “Verantwortung gegenüber fremdem Eigentum” – nur akzeptiere ich weder pingelige Frau Saubermänner mit dem Putzfimmer, noch Zeitgenossen, bei denen ein benutzt aussehender Parkettboden zum Nervenzusammenbruch führt!!!

    @CHRISTIAN
    Na, ist doch auch überhaupt kein Problem, Christian – da kann ich (fast komplett) mit Deinen Worten antworten: Wer rumzickt, bei dem drehe ich noch an der Tür um, der muss dann halt auf meine Gesellschaft verzichten! Hab’ da wirklich absolut kein Problem – zum Glück haben die meisten in unserem Bekanntenkreis eine absolut normale und legere Einstellung zu einem toten Gegenstand wie einem Fußboden!

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  5. Tom

    Wenn ich zu Gast bin, ziehe ich meine Schuhe i. d. R. aus, weil ich weiß, dass viele das erwarten. Oft höre ich dann aber sogar den Satz “lass bitte die Schuhe an”. Meine Gäste müssen sich die nicht ausziehen, wenn nicht totales Sauwetter ist. Ich habe aber auch keine hellen Teppiche oder dergleichen. Total ekelig finde ich die Vorstellung in irgendwelche “Gäste-Puschen” schlüpfen zu müssen, wo sich schon viele andere Füße getummelt haben. Dann laufe ich lieber mit meinen Socken dort rum.
    Mir ist aber auch aufgefallen, dass dieses ganze “Problem” wirklich regional sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

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  6. Christian

    @Laura

    Tja, letztendlich zickt ja auch niemand rum. Ich kann mich nicht daran erinnern das ich je jemanden auffordern mußte die Schuhe auszuziehen – das machen unsere Gäste von selbst.

    Aber deine Variante hat natürlich auch Vorteile: neben den Kosten für Gäste-Puschen spart man sich ja auch die eigenen Hausschuhe – wozu braucht man diese denn noch. Ich find´s voll geil mich Straßenschuhen auf dem Sofa zu strecken. Bei der Gelegenheit mache ich auch direkt noch etwas für die notleidende Wirtschaft. Schliesslich fallen öfters mal neue Möbel und Teppichböden an. Jeah, Laura rules!

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  7. Stefan

    Ich würde nie jemanden auffordern, seine Schuhe auszuziehen. Mich hat übrigens auch noch nie jemand dazu aufgefordert. Allerdings kam es schon vor, dass Gäste, die sont mit Straßenschuhen in meinem Haus waren, bei schlechtem Wetter von sich aus die Schuhe ausgezogen haben. Ist auch kein Problem, da ich Fußbodenheizung habe. Allerdings sieht es nicht schön aus, wenn Gäste auf Socken laufen; nun wenn sie sich dabei wohl fühlen, solls mir recht sein. Das ist überhaupt mein Grundsatz: Die Gäste sollen sich wohl fühlen, deshalb überlasse ich es Ihnen selbst, wie sie sich zu verhalten haben. Sind doch alles erwachsene Menschen.
    Ich halte es übrigens so, dass ich selber zwar am liebsten in Birkenstocks oder auf Socken, im Sommer auch barfuß zu Hause rumlaufe, aber wenn ich angemeldeten Besuch erhalte, ziehe ich mir schon leichte Straßenschuhe mit Ledersohlen an. Ich finde, das hat mehr Stil!

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  8. pia

    Also, mir ist mal passiert, dass ich in Gummistiefeln wo hin kam. Das war damals, kurz nach unserem Bauen. Da kam ich nach einem Spaziergang durchs Feld auf dem Heimweg mit einer Nachbarin, die zwei Häuser weiter erst vier Wochen zuvor eingezogen war, erstmals ins Plaudern. Zunächst vor der Haustür, doch irgendwann sagte sie: „Kommen Sie doch rein, wir trinken einen Kaffee zusammen.“ Für mich selbstverständlich, dass ich meine Stiefel vor der Tür auszuziehen begann. Doch da kam’s von ihr: „Also bitte, ich habe eine Putzfrau – lassen Sie die mal ruhig an!“ Okay, ich weiß nicht, wie’s Euch gegangen wäre – mir jedenfalls war’s schon unangenehm, als ich dann so über den glänzenden, weißen Marmorboden im Eingangsbereich lief. Und erst recht beim Kaffee im Wohnzimmer… – mit dreckigen Gummistiefeln auf einem (offenbar echten!) Perserteppich: Da fühlte ich mich unwohl – trotz „Putzfrau“…

    Grüße,
    Pia

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