
Die Vorboten für den nächsten und endgültigen grossen Schritt, den Umzug, sind heute eingetroffen. 49 Umzugskartons hat die Möbelspedition angeliefert (50 sollten es eigentlich sein). Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir so viel Kram haben, dass die alle voll werden. Aber wir werden sehen.
Frustriert

Dieses Bild bot sich uns heute dar, als wir unsere Wohnung betraten.
Es ist natürlich nicht das Verschulden des Bauträgers, wenn das bestellte Reinigungsteam im falschen Haus saubermacht. Aber es ist schon das Verschulden des Bauträgers, die Sache nicht zu verfolgen und zu prüfen, ob denn die Reinigung auch ordnungsgemäss vollzogen wurde.
Es ist uns auch klar, dass eine Person, die mittags damit beginnt, die Fenster zu putzen, der man auch noch das Wasser abstellt, nicht in der Lage ist, eine Wohnung von 100 qm in einen sauberen Zustand zu versetzen. Ausserdem sollte wohl diese eine Person auch noch die Fliesen im Badezimmer und im Waschmaschinenraum auf Hochglanz bringen. Sie war ebenso damit beaufragt, in der Nachbarwohnung, die grösser ist als unsere, Fenster zu putzen, 2 Badezimmer zu reinigen und den Estrich, auf dem Parkett gelegt werden soll, staubfrei zu machen.
Dass dies von einer Person nicht zu bewerkstelligen ist, ist uns klar und völlig verständlich. Trotzdem waren wir ziemlich frustriert, als wir in unserer Wohnung nur geputzte Fenster vorfanden. Offensichtlich war das beauftragte Reinigunsunternehmen nicht in der Lage, gestern noch ein ganzes Putzgeschwader nach Geesthacht ausschwärmen zu lassen, um die notwendigen Arbeiten zu erledigen.
Es ist uns auch klar, dass jemand mal pinkeln muss. Aber warum ausgerechnet in unser WC, dem auch noch das Wasser abgestellt ist, sodass der Putzmann nicht in der Lage war, seine Hinterlassenschaft wegzuspülen?
Schlüssel für unsere Wohnung haben nur noch wir. Es kommt also niemand mehr ohne unsere Assistenz in die Wohnung. Am Mittwoch wird das Sofa geliefert. Wenn die Wohnung dann nicht sauber ist, wird das Sofa nicht aufgestellt. Eventuell entstehende Kosten für eine vergebliche Tour und Wiederanlieferung muss der Bauträger übernehmen.
Die noch verpackten Sessel für den Wintergarten haben wir vorerst im ebenfalls noch schmutzigen Kellerraum deponiert und diesen mit einem Vorhängeschloss gesichert.
Bei uns zu Hause stapeln sich mittlerweile diverse, in Kartons verpackte Lampen und anderer Hausrat, den wir gern nach und nach schon mal ins Elbe-Penthouse bringen würden. Montag kommen die Umzugskartons und wir werden vorerst keinen Platz haben, diese zu packen und zu stellen. Erstmal muss der andere Kram weggeschafft werden. Doch dazu brauchen wir eine saubere Wohnung und einen sauberen Keller.
In meiner ersten Wut habe ich nach der Rückkehr aus Geesthacht eine Email an den Bauträger geschrieben mit ein paar aussagekräftigen Fotos als Anhang. Noch liegt diese Email als Entwurf auf meinem System. Morgen fahren wir noch mal raus und schauen noch mal. Geändert haben wird sich ganz bestimmt nichts. Vielleicht ist unsere Wut etwas verflogen. Dann werde ich die Mail noch mal überarbeiten. Wenn nicht – dann drücke ich auf „send“ und sie geht so wie sie ist raus.
Die gestrige Euphorie ist einem grossen Frust gewichen.
Wir sind jetzt Spiesser!

Heute ist endlich der grosse Tag: Wir haben das Elbe-Penthouse übernommen. Wie immer, wenn wir einen Termin haben, waren wir zu früh dran. Den Bauleiter, der die Übergabe vollziehen sollte, trafen wir schon bei unserer Ankunft 20 Minuten vor dem geplanten Termin. Da er sonst nichts anderes auf dem Zettel hatte, schritten wir zügig zur Tat.
Als erstes entschuldigte Herr S. sich, dass die Endreinigung nicht efolgt sei. Die Reinigungsfirma sei gestern im falschen Haus tätig gewesen. Meine Skepsis hat sich also bewahrheitet.
Gemeinsam wurde dann jeder Raum besichtigt. Einige Mängel, die auch wir auf der Liste hatten, entdeckte er selbst und wurden ohne zu zögern im Protokoll vermerkt. Auf andere Mängel machten wir ihn aufmerksam. Alles wurde ohne Diskussion akzeptiert und protokolliert. Ein paar Dinge wurden durch anwesende Handwerker der entsprechenden Gewerke sofort erledigt. Während der Übergabebesichtigung wurde das Bauschloss aus der Wohnungstür ausgebaut und durch ein neues Schloss ersetzt.
Um 09.45 Uhr war der historische Moment als mir die Schlüssel überreicht wurden.
Nachdem auch unsere Nachbarn ihr Penthouse übernommen hatten, stiessen wir gemeinsam mit einem Glas Champagner auf unsere Nachbarschaft an. Aufgrund der herrschenden Euphorie haben wir es leider versäumt, Fotos davon zu machen. Sektkelche aus blauem Plastik wären sicher sehr fotogen gewesen.
Die Tatsache, dass Bernd und ich uns heute vor 10 Jahren kennengelernt haben, unterschreicht die Bedeutung dieses Tages und ist sicher ein gutes Omen für unsere Zukunft im Elbe-Penthouse.
Nachsendung
Habe eben online den Nachsendeantrag beantragt. Eur 15,20 nimmt die Post für diesen Service. Früher war das mal umsonst bzw. kostenfrei. Heute kostet es was und wahrscheinlich wird es umsonst sein – weil es eh nicht funktionieren wird.
Umschaltung
Die erste Ummeldung habe ich vollbracht: Bei Alice habe ich den Umzug und damit die neue Adresse bekanntgegeben. Unsere neuen Telefonnummern wurden mir sofort mitgeilt. Heute kam die schriftliche Bestätigung. Allerdings mit einem Wermutstropfen: Geplanter Termin der Umschaltung Ende September. D.h., dass wir wohl damit rechnen müssen, dass es später wird.
Mit dem Abbrechen unserer Zelte hier in Hamburg wird es dann hier und auch bei Queergedacht eine längere Blogpause geben.
Skepsis …
… machte sich heute breit, als wir den Zustand unseres zukünftigen Heimes sahen. Einzig das Badezimmer hatte sich verändert weil der Maler die neue Farbe aufgetragen hatte.
Der Fliesenleger war dabei, Fugen zu verfüllen. Ansonsten sah alles so aus wie am Sonntag.
Die Wohnung muss gereinigt übergeben werden. Da hat das Putzgeschwader morgen noch allerhand zu tun. Unsere Nachbarin, die heute auch noch ihr neues Domizil in Augenschein genommen hatte, sieht die Sache eher positiv.
Unpraktisch

Schwarze Klamotten auf dem Bau zu tragen ist unpraktisch. Unsere zukünftigen Nachbarn wollten, nach der schon zur Tradition gewordenen sonntäglichen Inspektion unserer neuen Heime, noch essen gehen. Aber so nicht. Frau Nachbarin musste ihren Mann erst mal vom Baustaub befreien.
Neues zu berichten gibt es derzeit nicht. Unsere Nachbarn und wir nahmen unsere Wohnungen genau prüfend in Augenschein um für die Übergabe am kommenden Freitag gewappnet zu sein.
Hier und da fehlt es noch an Kleinigkeiten, die in der kommenden Woche dann auch hoffentlicht erledigt werden. Am 31. August sind wir schlauer.
Reine Nervensache
Dies war die 2. aufeinanderfolgende Nacht, in der ich schlecht geschlafen habe. Ein Schüttelfrost weckte mich gegen 1 Uhr. Ich versuchte, mich in die Zudecke ein- und an meinen Mann anzukuscheln, was nicht auf anhieb gelang da er teiweise auf der Decke lag statt darunter. Nachdem ich mit einigen Mühen meine Wunschposition erreicht hatte, wurde mir auch wieder warm. Doch jede Bewegung jagte wieder einen Schauer durch meinen Körper. Also am besten ganz still liegen und sich wärmen.
An Schlaf war leider nicht mehr zu denken. Tausend Gedanken wirbelten durch meinen Kopf, so sehr ich mich auch bemühte, mich zu entspannen und abzuschalten. Es gelang mir einfach nicht. Zentrales Thema dieser Nacht war die bevorstehende Wohnungsübergabe am kommenden Freitag. Immer wieder ging ich in Gedanken jeden Raum durch und sah die Kleinigkeiten, die noch erledigt werden müssen. Manchmal sind ja die Kleinigkeiten viel nervenaufreibender als grosse Dinge. Und oft ist es so, dass die kleinen Dinge lange auf sich warten lassen weil ja im Prinzip alles funktioniert.
Irgendwann muss ich wohl doch eingeschlafen sein. Aber so richtig fit bin ich heute nicht.
Die Türenpanne
Zurzeit überschlagen sie die Ereignisse und ich komme kaum nach mit dem Schreiben. Fast jeden Tag gibt es was neues. Aber nun ist es ja bald vorbei – hoffentlich *dreimalaufholzklopf*.
Wie ich hier geschrieben hatte, sind falsche Innentüren geliefert worden. Die Option, die Türöffnung für das Badezimmer zu vergrössern ist zum Glück gestorben. Das hat wohl hoffentlich auch niemand ernsthaft in Betracht gezogen.
Gestern rief mich der für die Türen zuständige Mensch an. Er erklärte mir, dass die Türen angefertigt werden müssen und sie erst am 19. September in der Firma aus Dänemark eintreffen sollen (eine Woche vorher ziehen wir ein!). Er schlug vor, als Übergangslösung für das Badezimmer eine provisorische Tür einzubauen bis die endgültigen Türen geliefert werden. Ich erklärte dem Herrn, dass das nicht unbeding notwendig sei, ich aber mit einer finanziellen Entschädigung einverstanden wäre. Damit war er wiederum auch einverstanden. Nun warte ich auf sein Angebot.
Übrigens: Die Türen für Schlaf- und Arbeitszimmer sind auch falsch geliefert worden.
Unmöglich

Das geht ja gar nicht: Rosa Wände im Badezimmer. Der Maler sah das ein und macht das neu.
Inzwischen wurden auch die Platten auf der Terrasse verlegt. Ich bin zufrieden – bis auf ein paar Unebenheiten, die noch mal nachgearbeitet werden müssen. Vielleicht drückt sich das ja auch noch ein wenn ich mit meinem Gewicht lange genug auf der Platte stehe.
