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Urlaub im Pappelwäldchen


Seit Montag habe ich Urlaub. Und den verbringen wir – bis auf unseren kleinen Ausflug nach Mönchengladbach – zu Hause. Erstens gibt es ja noch das eine oder andere zu tun, z.B. habe ich die Terrassenmöbel aus Teakholz gereinigt. Die warten jetzt darauf, dass sie mit Öl aufgefrisch werden. Zweitens gibt es hier in der Umgebung einiges zu entdecken. Ein Urlaub zu Hause ist eine gute Gelegenheit, sich mit dem Umland vertraut zu machen.

Am besten täte man das ja mit dem Fahrrad. Da wir aber nur eins besitzen, welches natürlich kein Tandem ist, muss für die Entdeckertour das Auto herhalten. Bei trockenem und sonnigem Wetter offen über den Deich zu fahren ist ja auch ganz nett.

Unser heutiges Ziel war die Riepenburger Mühle. Nette Menschen hier aus dem Haus hatten davon erzählt. Und auch davon, dass man im Mühlencafé leckere Trinkschokolade bekommen kann. Und was lecker ist müssen wir natürlich ausprobieren. Ausserdem üben Mühlen eine gewisse Anziehungskraft auf mich aus, besonders wenn sie auch noch betriebsbereit sind – wie die Riepenburger Mühle – und dort noch Getreide zu Mehl verarbeitet wird, wenn auch nur in kleinen Mengen.


Leider deckten sich die Öffnungszeiten des Cafés nicht mit den Besichtungszeiten für die Mühle. Ich hätte man die Mühlenhomepage etwas genauer studieren sollen. So blieb uns nur der Genuss der Zottertrinkschokolade: Heisse aufgeschäumt Milch wird serviert, dazu gibt es einen Riegel Schkolade in der ausgesuchten Geschmacksrichtung, den man selbst der Milch zuführt. Nach einer kurzen Wartezeit wird das Getränk mit einer Art Minischneebesen umgerührt.

Viel zu schnell war das Glas mit der Leckerei geleert. Ein zweites hätte uns gut zu Gesicht gestanden. Allein die darin enthaltenen Kalorien hielten uns davon ab, eine andere Geschmacksrichtung zu versuchen. Aber die Riepenburger Mühle ist ja nicht so weit weg, und sie will ja auch noch besichtigt werden.

Persönlichkeitstest

„My home is my castle!“ – das ist die Überschrift eines Tests zum Wohnstil. Hier das Ergebnis:

Lassen Sie die Zugbrücke runter und patrouillieren Sie entlang der Festungsmauer!
Wir behaupten nicht, dass Aristokraten wie Sie ungesellig wären. All diese Abwehrmechanismen sind nur dazu da, um Unordnung in Schach und ungebetene Gäste fern zu halten. Schließlich wollen Sie ihre auserlesene Einrichtung, die Sie mühevoll erworben und von allen Teilen der Erde nach Hause gebracht haben, in Ruhe genießen. Was gut aussieht und was nicht – Sie scheinen den Blick dafür zu haben, egal ob Sie nun eine minimalistische High-Tech Einrichtung oder den altmodisch-klassischen Stil bevorzugen. In Ihrem Freundeskreis gibt es vielleicht ein paar dreiste Leute, die Sie für einen verkappten Snob halten, aber wir wissen doch, dass es sich hier nur um einen erlesenen Geschmack handelt! Oder wie Oscar Wilde sagte: „mein Geschmack ist einfach – nur das Beste!“ Auch wenn Sie vermutlich keine wilden Partys schmeißen, könnten wir uns durchaus vorstellen, dass Sie Gastgeber einer illustren Abendgesellschaft sind. Und wenn Sie einladen, wird der Event selbstverständlich die bestorganisierte Soiree der Stadt. Vergewissern Sie sich bitte, dass wir auf der Gästeliste stehen!

Zum Teil finde ich mich tatsächlich darin wieder. Besonders die Überschrift hat es mir angetan. Ich habe das schön früher verwendet, als ich noch im Reihenhaus in Lübeck wohnte.

Entdeckt bei Kalle. Selber testen
hier.

Frühjahrsjahrmarkt

Es ist wieder Jahrmarkt in der kleinen Stadt. Man geht wählen und verbindet den Urnengang mit einem Rundgang über den Jahrmarkt. Die Backöfen in der kleinen Stadt bleiben an diesem Wochenende kalt. Auf dem Heimweg vom Jahrmarkt werden nämlich Berliner oder anderes Schmalzgebäck für die Kaffeetafel mitgenommen. Und da das Gebäck bei diesem Bäcker am besten schmeckt, nimmt man gern in Kauf, sich anzustellen und zu warten bis man dran ist.

Nach dem kollektiven „Wahlgang“ mit den Nachbarn machten auch wir unsere Runde über den Jahrmarkt mit dem abschliessenden Schlangestehen.

Schon vorbei

Das lange Pfingstwochenende ging viel zu schnell vorrüber.
Samstag wurden endlich die Winterreifen einquartiert und die Sommerreifen aufgezogen. Die Zeit danach wurde mit Einkäufen verbracht. Ein wenig konnten wir noch auf der Terrasse sitzen und dann wurde es auch schon Zeit, sich für den Musicalbesuch fertig zu machen.

Gestern haben wir es endlich geschafft, unsere Terrasse fertig zu gestalten. Alle Pflanzen sind gekauft und entsprechend platziert. Jetzt heisst es, darauf zu warten, dass alles wächst und blüht.

Am heutigen Pfingstmontag wird weitestgehenst gefaulenzt. Und es gibt endlich Spargel und Schinken mit neuen Kartoffeln.

Wenn sich wieder mal ein Wochenende dem Ende nähert, werde ich immer etwas sentimental. Nicht, weil ich am nächsten Tag wieder ins Büro muss. Der Job macht mir Spass, auch wenn Schifffahrt manchmal recht stressig sein kann. Nein, es ist deshalb, weil ich das Elbe-Penthouse für viele Stunden des Tages verlassen muss. Ich fühle mich hier so sauwohl. Die 2-1/2-jährige Wartezeit bis zum Einzug war zum Teil recht nervenaufreibend. Zeitweise hatten wir sogar überlegt, aus dem Vertrag auszusteigen. Doch letztendlich hat sich das Warten gelohnt.

So sah es hier noch vor 3 Jahren aus.

Eröffnet

Während viele andere die Freiluftsaison mit ihren Cabrios eröffnet haben, haben wir die Freiluftsaison auf unserer Terrasse eröffnet. Erst war ich drauf und dran, Bernd zu überreden, eben mal offen nach Tesperhude zu fahren, um dort bei Café Koch lecker Torte zu holen. Aber dann dachte ich daran, dass es dort schon wieder sehr voll sein würde und ich mindestens 20 Minuten am Kuchenthresen warten müsste, um an die ersehnte Torte zu kommen. Stattdessen haben wir einen Spaziergang an der Elbe entlang gemacht um beim Kiosk am Freibad die viel gerühmten Pommes zu probieren.

Zurück im Elbe-Penthouse eröffneten wir dann die Terrassensaison bei Keksen, die natürlich kein Ersatz für die Torte aus Tesperhude sind, und Cappuccino.

Ich erinnere mich, dass schon mal im Februar, damals noch in Hamburg, auf dem Balkon gesessen hatte. Ich habe mal eben in meinem alten Weblog gestöbert weil ich weiss, dass ich damals darüber geschrieben habe. Es war im Jahr 2002, und zwar am 3. Februar.

Der Himmel brennt


Eigentlich wollte ich heute über die gestern Abend bei uns veranstaltete Lappenparty berichtet haben. Da diese aber erst heute Morgen um halb vier endete und ich aufgrund von reichlich Weinkonsum kreativ nicht in der Lage bin, passende Worte zu finden, gibt es erst mal nur ein Bild vom heutigen Sonnenuntergang.

Jahresabschluss

Wir hatten hier schon viel gehört, und zwar ausnahmslos nur positives, über das China Restauant Shun Lam in Lauenburg an der Palmschleuse. Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen, als wir heute Mittag dort ein Stilvolles und sehr schmackhaftes Essen einnahmen. Die Speisekarte ist nicht so riesig gross, wie man es üblicherweise von diversen Chinarestaurants kennt. Ausserdem bietet sie nicht das Einerlei, dass man in jeder anderen Stadt auch bekommen kann. Die Entscheidung, was man denn nun essen möchte fällt trotzdem nicht leicht. Es hört sich nämlich alles sehr lecker an, was auf der Karte steht. Trotzdem fiel die Entscheidung ziemlich schnell:
Vorspeise Frühlingsrolle
Hauptgang gebratenes Rindfleisch und gebratene Ente, dazu eine Currysauce

Die Dessertkarte wurde uns unaufgefordert präsentiert. Ausser den üblichen Bananen mit Honig wurden noch diverse Eisbecher mit asiatischen Namen angeboten. Da Eis immer noch passt – es läuft ja so herrlich überall noch dazwischen – konnten wir nicht nein sagen. Die Ausnahme machte Frau Nachbarin, die unbedingt noch die gebratenen Bananen verdrücken musste.

Eine weitere Lokalitätenspezialität in der Näche von Geesthacht ist das Café Koch in Tesperhude, berühmt für seine leckeren Torten. Während des Essens erzählten die Nachbarn noch, dass sie von einer Tante erst zu einem 4-Gänge-Menü ins Shun Lam eingeladen waren von wo aus es direkt zum Café Koch zum Kaffeetrinken weiterging, was aufgrund des bereits eingetretenen Sättigungsgrades total überflüssig gewesen ist.

Auf unserem heutigen Heimweg fuhren wir auch durch Tesperhude. „Wollen wir noch ins Café Koch?“ war die Frage des fahrenden Nachbarn. So ganz spontan konnten wir nicht zustimmen da wir auch eigentlich satt waren. Aber so richtig ablehnend war die Idee auch nicht. Und so standen wir wenige Minuten späte vor der Tortentheke und begutachteten die diversen Torten, deren Stücke sich in beachtlicher Grösse präsentierten.
Eigentlich wäre das ja alles viel zu viel, aber es sah so lecker aus. Schnell war für jeden die passende Sorte ausgesucht. Wir fanden auch einen schönen Platz mit Blick auf die im Winterdunst dahinfliessende Elbe.

Eins muss man wirklich sagen: Mit unseren Nachbarn ist es nie langweilig. Ein Gesprächsthema findet sich immer, und wenn es – ja, wir kommen langsam in das Alter – um Krankheiten geht.

Nach dem reichhaltigen Essen im Chinarestaurant und dem Genuss der leckeren Torten war ein Spaziergang entlang der Elbe angebracht. Der grosse Strom ist einfach faszinierend.

Die frische Luft tat gut und wir hatten das Gefühl, uns nach der Völlerei etwas gutes zu tun, wenn auch der Spaziergang dafür ganz bestimmt nicht lang genug war. Die 5 km nach Hause zu gehen wäre sicher besser gewesen, als mit dem Wagen gefahren zu werden.

Für mich persönlich bedeutete dieser Nachmittag der Abschluss des Jahres 2007, ein Jahr, dass für uns grosse positive Veränderungen gebracht hat. Die netten Menschen, die wir hier schon vor unserem Einzug getroffen haben, als da wären shayanna, unsere Nachbarn auf der Etage, die Nachbarin von der Bank und ihr Mann und das Ehepaar, dass uns bei unseren diversen Besichtungsbesuchen während der Bauphase oft zu einer Tasse Kaffee eingeladen hat, haben dazu beigetragen, dass wir uns im Elbe-Penthouse so sauwohl fühlen.

Wir freuen uns auf die Fortsezung im Jahr 2008, was hoffentlich auch so positiv wird wie dieses Jahr, das in 29 Stunden zu Ende geht.

100 Tage

Neue Regierungen werden nach 100 Tagen im Amt einer vorläufigen Beurteilung unterzogen, wie z.B. was sie während dieser Zeit auf die Beine getellt hat. Seit heute wohnen wir genau 100 Tage im Elbe-Penthouse, vielleicht auch an der Zeit, ein vorläufiges Resümee zu ziehen.

Bislang ist nur positives zu vermelden. Wir fühlen und hier sauwohl. Wir haben nette Nachbarn. Es ist nicht weit in die Stadt, um dort Einkäufe zu tätigen. Die Elbe fliesst fast an der Haustür vorbei. Während dieser 100 Tage sind wir bereits öfter an der Elbe gewesen als während der Zeit, in der wir in Hamburg wohnten, an der Alster. Und die war nun auch nur wenige Gehminuten von unser Wohnung entfernt.

Vom Übergabeprotokoll gibt es noch 2 unerledigte Punkte. Risse sind aufgetreten, was aber nicht überraschend ist. Etwas sorgen wir uns um die Warmwasserbereitstellung. Es dauert länger als eine Minute, bis morgens im Bad warmes Wasser aus der Amatur fliesst, das ist eindeutig zu lang und vergeudet viel zu viel Wasser. Bisher haben alle Bemühungen seitens des Installateurs nichts gefruchtet. Allerdings haben wir noch Glück. Bei der netten Bankmitarbeiterin, die mit ihrem Mann im Nachbarhaus auch ein Penthouse bewohnt, dauert es bis zu 3 Minuten, bis dort warmes Wasser erscheint.

Einrichtungstechnisch fehlt es noch an Kleinigkeiten. Fast alle unserer Bilder, die in der alten Wohnung hingen, haben noch keinen Platz gefunden. Im Wohnzimmer fehlt uns noch eine Art Sideboard. Im Schrank im Flur muss noch ein Spiegel eingesetzt und eine Lampe eingebaut werden. Die Nachttische liegen noch verpackt unter dem Bett statt zusammengebaut neben dem Bett zu stehen. Das kombinierte Arbeits- und Gästezimmer ist noch etwas unordentlich und wird derzeit als Lagerstätte benutzt, was aber nicht heisst, dass es vollgepackt ist. Es hat schon einen gewissen Charme.

Aber das sind alles Nebensächlickeiten, die Hauptsache ist, dass wir hier gern wohnen und uns wohlfühlen. Und das ist nicht von der Hand zu weisen.

Bilder vom Innenleben wird es dann Anfang Januar geben.

Weihnachtsbaumkauf

In unserer kleinen Wohnung in Hamburg hatten wir jahrelang einen kleinen künstlichen Weichnachtsbaum. Er war wirklich nicht hässlich und vom Aussehen her ganz nah dran am natürlichen Baum. Er war auch recht teuer und 10 Jahre Garantie hat er auch.

Im Elbe-Penthouse haben wir jetzt natürlich mehr Platz. Deshalb einen neuen grösseren Kunstbaum zu kaufen? Nein! Wir haben uns für einen Naturbaum entschieden.

Unsere Nachbarn wissen, wo man gut Bäume bekommt. Gemeinsam machten wir uns gestern Nachmittag auf den Weg zum Weihnachtsbaumhändler des Vertrauens unserer Nachbarn, bei dem diese schon jahrelang ihren Weihnachtsbaum kaufen.

Als wir das Gelände betraten, fiel mir gleich ein gutgewachsener, schlanker Baum auf. Bernd gefiel er auch. Eigentlich brauchten wir uns gar nicht weiter umzuschauen, was wir natürlich trotzdem taten, was meinerseits eher halbherzig erfolgte. Denn im Grunde hatte ich mich bereits entschieden. Ein, zwei Bäume begutachteten wir dennoch etwas näher. Wie das immer so ist: Zu breit, zu kahl, zu klein usw. Die endgültige Entscheidung für den ersten Baum war in weniger als zehn Minuten gefallen.

Unsere Nachbarn waren ähnlich entscheidungsfreudig und schon bald standen wir auf Einladung des Geschäftsinhabers mit einem Becher Punsch mit Schuss versorgt zum Klönschnack beisammen.

Mit Punsch verhält es sich ähnlich wie mit Schokolade: Man bekommt Appetit auf mehr. Für das Mitnehmen bei unserem Nachbarn im Wagen revanchierte ich mich mit einer Einladung zum 2. Becher.

Zurück zu Hause war der Appetit auf Punsch noch nicht gestillt. Bereitwillig folgten die Nachbarn unserer Einladung zum Glögg aus dem schwedischen Möbel-SB-Kaufhaus. Erst als die fünfte Flasche (!) leer war, war der Punschdurst gestillt. Ich hatte dann Appetit auf eine Flasche Bier, hab die dann aber lieber doch im Kühlschrank gelassen, sonst wäre ich jetzt wohl nicht der Lage gewesen, am Rechner zu sitzen und über Weihnachtsbaumkauf und Punschtrinken zu schreiben.

Der Baum war nicht gerade preiswert, für den Preis hätte ich bestimmt einen kleinen künstlichen Baum mit 10-jähriger Garantie bekommen. Aber ein Naturbaum ist hald doch was anderes. Und ausserdem wird er geliefert. Und wie oben erwähnt: Einen Punsch für jeden von uns gab es gratis dazu.