Archiv des Autors: Hans-Georg

3 Jahre im Dorf

Vor ein paar Wochen gebrauchte ich während einer Unterhaltung über das Pappelwäldchen mit einem Eigentümer hier im Haus den Begriff „in unserer Siedlung“. Er fand das ein wenig belustigend und von mir war auch nicht ernst gemeint.

Inzwischen muss ich meine Meinung revidieren:
Kürzlich unterhielt ich mich mit einer Nachbarin, zu der ich nicht regelmässig Kontakt habe. Es war erstaunlich, was mir da zu Ohren kam, z.B. wer mit wem und warum, wer eine Wohnung gekauft hat und dass die auch zu vermieten sei, wer wo einzieht und dergl. mehr. All diese Dinge waren ihr von anderen Nachbarn erzählt worden.

Wir hier im Elbe-Penthouse bekommen von all dem nichts mit, worüber wir auch sehr froh sind. Unsere Wohnung liegt „nach hinten raus“, nicht zur Strasse. Wir haben sehr viel Grün um uns herum und beobachten lieber Vögel und Eichhörnchen statt Nachbarn und deren Besucher.

Bevor uns klar ist, wer hier im Pappelwäldchen wo wohnt, vergehen Wochen, wenn nicht Monate. Wenn wir auf der Strasse jemandem begegnen, wissen wir nicht, ob die Person hier im Dorf wohnt oder hier nur mal so durchgeht.

Gut, in den drei Jahren, während der wir hier nun zu Hause sind, können wir einige der Einwohner schon zuordnen (heute ist es auf den Tag genau 3 Jahre her, dass wir hier eingezogen sind). Und mit einigen wenigen pflegen wir auch sehr schöne freundschaftliche Kontakte. Andere kennt man und man spricht mal zusammen wenn man sich trifft. Wieder andere kennt man und man grüsst sich. Bei einigen hat man den Eindruck, dass die zwar wissen, wer wir sind bzw. wo wir wohnen, dass sie aber keinen Kontakt wünschen weil sie kaum grüssen. Nun ja, so ist das halt in einem Dorf. Jeder so, wie er mag.

Was andere hier treiben interessiert uns nicht. Was andere über uns denken, ist uns auch egal.

Eine Nachbarin hier aus dem Dorf schrieb mich vor ein paar Wochen mal an und brachte die Idee eines „Dorffestes“ ins Spiel. Diese Idee hatten wir mit unseren Nachbarn von nebenan auch schon mal. Wäre vielleicht mal eine Idee um ein paar Leute etwas näher kennenzulernen und um zu wissen: Wohnen die hier oder gehen die hier gerade mal so durch?

Klein aber fein

Während die Bougainvillea auf unserer Terrasse zwar kräftig ist aber so gut wie gar nicht blüht, gedeiht die kleine Pflanze auf dem Balkon meiner Mutter prächtig. Mutter freut sich jeden Tag an der Blütenpracht. Diese Pflanze ist übrigens der einzige Ableger, der mir je geglückt ist. Alle anderen Versuche, aus einem Trieb eine neue Pflanze zu züchten, schlugen fehl. Umso mehr freut es mich, dass Mutter so viel Freude daran hat. Sie hat sie so aufgestellt, dass sie auch vom Wohnzimmer aus zu sehen ist.


Krasser Unterschied


Krasser kann der Unterschied zwischen Blühpflanzen nicht sein.

Oben sehen wir die Bougainvillea, wie sie im vorigen Jahr geblüht hat. Das war schon nicht unbedingt üppig, aber bei dem Sommer akzeptabel. In diesem Jahr blüht sie eigentlich gar nicht, bis auf ein paar kümmerliche kleine Blüten:

Dagegen blüht die Trompetenblume in diesem Jahr sehr üppig, auch wenn sie erst in den letzten beiden Wochen richtig in gange gekommen ist, wo der Sommer sich quasi schon verabschiedet hat:

Neues für draussen


Teakholz hält ewig, so hört man, so liest man. Deshalb kaufte ich vor 10 Jahren einen Tisch und Stühle aus Teakholz, für unseren Balkon, seinerzeit noch in Hamburg. Ein Grund für die Entscheidung für Teakholz war der, dass man die Möbel jahrein jahraus draussen lassen kann. Die Witterung macht dem Holz nichts aus, allenfalls entsteht eine graue Patina. Für den, der es mag ist es ok. Für den, der Brauntöne des Teakholzes liebt, bedeutet es im Frühling Arbeit: Schrubben und neu ölen. Das habe ich all die Jahre gemacht. Teilweise war es ziemlich auwändig, das Schrubben. Und trotz der ganzen Mühe wurde das Ergebnis im Lauf der Jahre immer unbefriedigender. Es kann sein, dass ich am falschen Ende gespart hatte und die Qualität des Holzes nicht so gut war.

Bereits im vorigen Jahr war ich den Anblick der mittlerweile fast schwarzen Möbel leid. Was neues musste her. Ich hatte schon eine Vorstellung davon, aus welchem Material die neuen Gartenmöbel sein sollten: Wir suchten im Internet und in Geschäften nach Gartenmöbel aus Edelstahl, für den Tisch mit einer Platte aus Granit. Allerdings ist sowas nicht ganz billig. Und obwohl wir einen Tisch gefunden hatten, der uns gefiel, wurde die Anschaffung erstmal auf Eis gelegt.

In diesem Frühling wurde es dann aber konkret. Den Tisch, den wir schon im letzten Jahr entdeckt hatten, fanden wir im Internet um ca. 200 Euro billiger. Vor der endgültigen Bestellung erfolgte noch ein Informationsaustausch mit dem Lieferanten, der Firma Giardino. Ich fand auch den Originalhersteller in der Schweiz. Auf der Webseite der Fa. Sit Mobilia informierte ich mich über die Pflege des Objektes unserer Begierde bevor die endgültige Bestellung erfolgte.


Jetzt brauchten wir noch Stühle. Das Angebot ist riesig und doch wurden wir uns relativ schnell einig, was wir wollten: Zwei Hochlehner und zwei Sessel. Obwohl unsere Terrasse nicht gerade klein ist, würden vier Hochlehner sie optisch kleiner wirken lassen. Auch für die Stühle fanden wir einen Lieferanten, die Firma Garten und Freizeit., dessen Angebot preislich ok war und der Stühle hatte, die unserem Geschmack entsprechen. Auch über die Stühle konnte ich mich auf der Hompage des Herstellers, MBM Moebel genauer informieren.

Inzwischen ist alles komplett. Neue Auflagen haben wir auch. Um einen besseren Eindruck der Möbel zu vermitteln, haben wir diese bei der kleinen Fotosession weggelassen.

Eine billige Anschaffung war das nicht. Für das investierte Geld hätten wir einen tollen 2-wöchigen Urlaub machen können. Aber wir sind sehr zufrieden, optisch wie auch praktisch und hoffen, dass wir viele Jahre Freude daran haben.

Aufgewertet

Es ist allgemein bekannt, dass unterschiedliche Materialien auf Umwelteinflüsse verschieden reagieren. Kälte zieht zusammen, wärme dehnt aus. Und wenn Feuchtigkeit dazukommt, sieht es noch wieder anders aus. Das sollte ein Architekt wissen, in diesem Fall war es eine Architektin, und ein Bauträger und seine Angestellten sollten das auch wissen. Sowas lernt man schon in der Schule. Dazu ist kein Studium notwendig.

Wenn also unterschiedliche Materialien aufeinandertreffen, muss Vorsorge getroffen werden, dass nicht dazu kommt, was im Elbe-Penthouse passiert ist: Risse!

Badezimmer vorher


Wohnzimmer vorher

Zur Erklärung: Die Dachkonstruktion ist aus Holz, die Decken innerhalb der Wohnungen sind aus Gipskarton. Die Wände sind logischerweise gemauert und verputzt – also 2 unterschiedliche Materialien, die direkt aufeinandertreffen. Nach etwa einem Jahr im Elbe-Penthouse stellten wir fest, dass da, wo die Dachkonstruktion auf die Wände trifft, nämlich in den Winkeln Decke/Wand, Risse entstanden, die zum Teil 5 mm stark waren. Bei unseren Nachbarn waren die sogar so gross, dass von einem Zimmer zum anderen das Licht durchschien. Dies ist ein unmöglicher Zustand bei einem Objekt, dass mehr als 200.000 Euro gekostet hat. Und das wollten wir uns natürlich nicht gefallen lassen. Sowas ist ein Baumangel. Andernfalls hätte man uns darauf hinweisen müssen, dass solche Risse entstehen könnten. Setzrisse sind von der Gewährleistung ja auch ausdrücklich ausgenommen.

Wir schrieben also an den Bauträger mit der Bitte um Abhilfe. Nach mehreren Erinnerungen kam es Anfang letzten Jahres bei uns zu einer Ortsbesichtung der beteiligten Gewerke. Es war allen klar, dass da was falsch ist, und zwar das:

Bei dieser Konstruktion hätten erst die Wände verputzt und danach die Decken einghängt werden müssen, nämlich so, dass die Decken so tief hängen damit die oberen Ränder der Wände oberhalb der Decken enden. Hier hat man erst die Decken fertiggestellt und dann die Wände gegengeputzt. Da wir in der Bauphase ständig vor Ort waren und alles fotografisch dokumentiert hatten – damals ohne zu wissen, wozu das mal gut sein könnte – konnte der Fehler bewiesen werden.

Aber es passierte, trotz Erinnerung, nichts. Anfang diesen Jahres wurde uns und unseren Nachbarn die Sache zu dumm. Wir beauftragten einen Sachverständigen, sich der Sache anzunehmen. Der stieg auf einen Stuhl, schaute sich die Risse an und sagte uns, dass das ein Baumangel ist. Wenige Stunden später hatte ich einen Musterbrief per Email erhalten. Am nächsten Tag wurde dieser abgeschickt. Und schon 2 Tage später hatten wir eine positive Reaktion: Die Risse würden mit Leisten abgedeckt werden. Es folgte ein Termin mit einem Maler, der die benötigten Längenmeter feststellte (es sind über 100 m) und 2 Musterleisten zurückliess.


Badezimmer nachher


Wohnzimmer nachher

Und dann endlich war es soweit, dass die Risse verschwanden. D.h. eigentlich sind sie ja noch da, aber sie sind sehr ordentlich kaschiert. Durch die Leisten hat die Wohnung optisch gewonnen. Aber ich schau nun gar nicht mehr hin. Vorher wurde mein Blick magisch von den Rissen angezogen und ich ärgerte mich immer. Nun, da sie nicht mehr zu sehen sind, ist alles in Ordnung. Und nur gelegentlich schau ich noch hin, aber jetzt ist es ein erfreulicher Anblick. Das Elbe-Penthouse hat durch die Leisten definitiv eine Auwertung erfahren. Und wir haben keinen Cent dazugezahlt.

Mitgebracht


Die Wand im Wintergarten war bislang noch kahl, abgesehen von einer Stehlampe in der einen und dem Weinregal in der anderen Ecke. Direkt auf der Suche nach etwas, was an die Wand passen könnte, waren wir nicht. Es würde uns irgendwann schon was passendes über den Weg laufen. Irgendwann war am letzten Wochenende.

Das Bild sehen und sagen „das ist es“ war eins. Und doch kamen uns Zweifel je länger wir das Bild betrachteten. Erst nach einem Spaziergang entschied ich, das Bild zu kaufen. Managemententscheidung sozusagen. Die Zweifel wurden ausgeräumt als das Bild an der Wand hing.

Die neue Kanne


Etwa 13 Jahre, solange ich schwul lebe, tat meine weisse Kunststoffgiesskanne ihren Dienst. Sie hat ihren Geist immer noch noch nicht aufgegeben, will sagen, dass sie kein Leck oder sonstigen Defekt hat, ich mochte sie einfach nicht mehr leiden. Und sie passt nicht zum Stil unserer Einrichtung.

Eine passende Giesskanne zu finden ist nicht einfach. Da ist der Preis, der ausschlaggebend ist, die Form, die Grösse und das Material. Es sollte kein Kunsstoff mehr sein. Ausserdem ist darauf zu achten, dass der Auslauf der Tülle höher liegt als der Korpus der Kanne. Andernfalls kann es passieren, dass es beim Transport von der Wasserstelle zur ersten Pflanze kleckert (verbundene Gefässe). Ausserdem muss die Stellfläche so schmal sein, dass die Giesskanne auf dem Absatz im Wintergarten stehen kann.

Endlich fand ich ein passendes Objekt, im Internet. Nun gibt es Artikel, die ich gern live inspizieren würde bevor ich sie kaufe. Dazu gehörte auch diese Kanne. Täglich schaute ich mir das Foto an, doch ich zögerte. Und endlich, endlich hatte ich mich entschieden, sie zu bestellen. Und dann war zwar das Foto noch vorhanden, nur war die Möglichkeit sie zu bestellen nicht gegeben. Ich suchte nach ähnlichen Kannen, aber es gab keine, die uns gefiel. Mist. Dann schickte ich eine Mail an die Kontaktadresse des Versandes. Und ich bekam eine positive Antwort: Es wären noch 3 Giesskannen am Lager und ich könnte per Mail bestellen. Na, das liess ich mir nicht zweimal sagen. Vorkasse war zwar erwünscht. OK- bei einem Betrag von unter 20 Euro wenig risikoreich. Und der Laden machte einen seriösen Eindruck.

Kanne bestellt – Bestätigung mit Konto erhalten – Geld überwiesen – Geldeingang bestätigt und Mitteilung, dass Kanne auf dem Weg ist – Kanne angekommen, Wasser eingefüllt – Kanne unten Nass!

Ich schickte eine Mail, dass die Kanne undicht ist. Schnelle Antwort: Wir schicken eine neue Kanne. Über das Wochenende stellte ich dann fest, dass die Kanne doch kein Leck hat (hatte wohl Wasser übergeplöddert). Mail geschickt: Die Kanne ist dicht. Alle sind glücklich.

Auch in diesem Fall eine unkomplizierte und persönliche Beratung/Bestellung, wie schon beim Lampenzylinder. Herzlichen Dank an Beekmann’s Interieur & Accessoires.

Der Zylinder

Ich hatte im vorigen Jahr eine hübsche Petroleumlampe gekauft, für draussen, auf den Tisch zu stellen. Am Freitag holte ich sie aus dem Keller und wollte Petroleum nachfüllen um den warmen Sommerabend bei heimeligem Licht auf der Terrasse sitzen zu können. Und was mach ich Trottel?: Ich pass nicht auf und der Glaszylinder fällt aus der Lampe und zerbricht. Ich hab mich richtig geärgert.

Aber wozu gibt es das Internet! Ich suchte und suchte, fand aber nicht den passenden Zylinder. Die Dinger, die angeboten werden, sehen alle irgendwie anders aus. Wobei die Optik eher nebensächlich ist, hauptsache ist doch, dass das Ding in die Lampe passt. Ich schickte dann eine Mail an einen Internetshop, die Firma Petroleumlampen Kretzer und fragte nach fehlenden Angaben zu den angebotenen Zylindern. Und oh Wunder, kurze Zeit später erhielt ich eine Antwort, obwohl es Sonntag war. Die Sache war aber nicht so einfach und so kam es zu einem regen Emailverkehr. Zylinder ist nicht gleich Zylinder. Nicht jeder ist geeignet für diese Lampe. Auf die Optik kam es mir eigentlich gar nicht so drauf an, die Hauptsache ist, das Ding pass auf die Lampe.

Letztendlich wurde ich gebeten, unsere Lampe zu fotografieren und das Bild per Mail zu schicken. Nichts einfacher das. Wenige Minuten später erhielt ich die Antwort, dass man bis vor kurzem eine nahezu ähnliche Lampe verkauft hat und sich noch ein Ersatzzylinder im Lager befände. Heute, am Montag, würde ich ein Foto und die wichtigen Abmessungen erhalten.

Da die wichtigsten Fragmente das zerbrochenen Zylinders den Sturz überlebt hatten, war ich in der glücklichen Lage, nachmessen zu können. Und überglücklich konnte ich bestätigen, dass der Ersatzzylinder abgeschick werden kann, und das auch noch auf Rechnung!

Ich bin total begeistert vom Service der Firma Petroleumlampen Kretzer. Man hat sich dort sehr viel Mühe gegeben für einen Artikel, der knapp über 10 Euro kostet. Ganz herzlichen Dank dafür.

Enttäuschungen

Vor etwa 2 Monaten erhielt ich von einer gewissen Sabine über das Kontaktformular eine nette Anfrage bezüglich Pflanzen für ein Penthouse. Nett wie ich bin, habe ich die Anfrage so gut es geht und ausführlich beantwortet. Tja, und was ist passiert? Nichts. Nichtmal ein kleine Antwort mit einem „Danke“ ist angekommen.

Ich erwarte ja nicht gleich einen regen Gedankenaustausch und gemeinsames Kaffeetrinken. Aber eine klitzekleine Antwort hätte ich schon erwartet.