Schnee im Pappelwäldchen

Schnee im Winter ist bei uns eher selten. Schnee, der nicht nur wenige Milimeter hoch liegt, ist noch seltener. Gemessen haben wir nicht, aber die Schneedecke, die das Pappelwäldchen, in dem das Elbe-Penthouse steht, ist mindestens 5 cm dick.


Die Hafenschänke


Bereits beim Beginn unserer Exkursionen nach Geesthacht um den Baufortschritt der kleinen Siedlung Im Pappelwäldchen und speziell des Elbe-Penthouse zu verfolgen, weckte eine Kneipe unten am Wasser unser Interesse, die Hafenschänke. Wasserseitig ist sie mit einer Terrasse ausgestattet, die im Sommer dazu einlädt, draussen zu sitzen. Strassenseitig wird der Einblick in den Gastraum mittels Fadenvorhängen an den Fenstern getrübt. Verschämt hatten wir auf diversen Spaziergängen mal versucht, einen Blick in den Innenraum zu erhaschen, was aber nahezu unmöglich war. Hafenschänke – das hört sich ein wenig verrucht an. Aber wenn es das wäre, hätten wir sicher davon gehört. Trotzdem – die Hafenschänke, wintertags in Sichtweite aus dem Elbe-Penthouse, hatte unsere Neugier und die unserer Nachbarn geweckt. Seit langem sprachen wir darüber, dort ein mal einzukehren.

Gestern Abend war es endlich soweit. Mit 6 Personen, also Bernd und ich, unsere direkten Nachbarn und die Nachbarn aus dem Haus gegenüber, fielen wir in der Hafenschänke ein, gewillt eine Kleinigkeit zu essen und ein Bier zu trinken. Die Bedienung wirkte anfangs etwas unterkühlt-zurückhaltend, aber nicht unfreundlich, als sie uns nach unseren Wünschen fragte. Wir wollten Bier. Wein in dieser Umgegebung wäre irgendwie unpassend gewesen. Zu unserer Überraschung wird hier noch ein echter halber Liter angeboten, wovon wir Männer natürlich gebrauch machten. Da wir eine Kleinigkeit essen wollten, fragten wir nach der Karte. Bratkartoffeln mit diversen Beilagen (z.B. Spiegelei, Matjes, Sauerfleisch), Bauernfrühstück, Currywurst mit Pommes weckten unseren Appetit. Die Meisten von uns entschieden sich für die Currywurst, einer der Nachbarn bestellte das Bauernfrühstück. Es dauerte natürlich eine Weile, bis uns das Essen serviert wurde. In einer kleinen Gaststätte kann man nicht erwarten, dass das Essen für 6 Personen schnell auf den Tisch kommt. Während der Wartezeit hatten wir den ersten halben Liter Bier bereits vertilgt.

Sehr gespannt waren auf die bestellten Kleinigkeiten – und wir waren sehr positiv davon angetan. Die Pommes waren kross, zur Currywurst gab es eine pikante Sauce, das Bauernfrühstück sah auch sehr lecker aus. Die Bedienung taute langsam auf, als sie nach dem Essen nach einem „Kleinen hinterher“ fragte und ich gern einen Rum haben wollte. Ist doch logisch, dass man in einer Hafenschänke Rum trinken muss. Mir wurde dann etwas ganz spezielles gereicht: Ein weisser Rum aus Maurtitius. Bislang hatte ich gar nicht gewusst, dass es aus der Gegend der Erde überhaupt Rum gibt. Bernd wollte gleich probieren – und war sehr positiv beeindruckt, worüber ich sehr verwundert war weil er eigentlich Rum nicht mag. Gespannt nahm ich den ersten Schluck. Eine milde Flüssigkeit umspülte Zunge und Gaumen. Der typische Rumgeschmack war kaum wahrnehmbar. Eine echte Überraschung hatte ich das vor mir im Glas – und das in einer Kneipe namens Hafenschänke in der kleinen Stadt an der Elbe.

Nach dem dritten halben Liter und einem schlüpfrigen Witz hatten wir genug und verlangten nach der Rechnung, die wir durch 3 Teilen wollten. 80 lässt sich schlecht durch 3 teilen, zumal wir aufgrund der vertilgten Biermenge nicht mehr so richtig der Mathematik mächtig waren. Kurzentschlossen packten wir 10 Euro Trinkgeld obendrauf, was die uns bedienende Dame gar nicht so richtig registrierte und das Geld zurückgeben wollte. Wir mussten sie fast überreden, das Geld anzunehmen.

Uns hat’s allen gefallen in der Hafenschänke. Endlich wissen wir, wie es drinnnen aussieht und dass es eine ganz normale Kneipe ist, mit viel seefahrtsbezogenem Schnickschnack an den Wänden. Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir dort das Wochenende eingläutet haben. Nächstes Mal ess ich dann auch Bauernfrühstück. Oder Bratkartoffeln mit Sauerfleisch?

2 Jahre im ElbePenthouse

Am 31. August 2007 haben wir das ElbePenthouse übernommen. Es gibt seitdem also zwei besondere Tage in unserem Leben, die rein zufällig auf das gleiche Datum fallen. Lutz und Tommy fragten, ob wir anlässlich unseres 12-jährigen Tages ein Candelight Dinner veranstaltet haben. Nein, das haben wir nicht. Aber anlässlich der 2 Jahre im ElbePenthouse haben wir mit unseren Nachbarn auf unserer Terrasse unter dem sommerlichen Sternenhimmel eine Flasche Champagner und eine Flasche Rotwein geleert.

Wir unterhielten uns u.a. darüber, wie es vor 2 Jahren war. Und wir sind uns einig, dass wir es hier wirklich schön ist und es nicht bereut haben, diesen grossen Schritt gemacht zu haben.

Das ist frech

Kabel Deutschland überschwemmt die Deutschen Haushalte mit Werbung. Mehrmals monatlich bekommen wir Werbung per Post. Es wird darauf hingewiesen, wozu Kabel Deutschland technisch in der Lage ist. Flatrate, Telefon, was weiss ich noch alles. Dinge, die für einige Leute interessant sein mögen, wir aber nicht benötigen.

Seit neuestem gehen irgendwelche Werber von Kabel Deutschland umher und kleben mittels Tesafilm ein Papier an das Haustürelement, natürlich an die Glasscheibe, an der dann die Klebereste haften bleiben. Textinhalt ungefähr so: Wir besuchen sie in kürze und informieren sie über die neuesten Möglichkeiten von Kabel Deutschland!

Als ich heute nach Hause kam, war wieder so ein Schreiben an die Scheibe gepappt, das ich natürlich sofort entfernt habe. Tatsächlich kam eben einer der Mitarbeiter vorbei. Ich habe ihm erzählt, dass ich grundsätzlich kein Interesse an den Möglichkeiten habe und dass er es unterlassen soll, irgendwelche Mitteilungen an die Scheibe zu kleben. Wenn es was zu bewerben gibt, soll er es in die einzelnen Briefkästen legen. Fertig. Aus. Tür zu!

Ungebetene Gäste


Diese und ähnliche Biester machen uns auch in diesem Jahr wieder das Leben schwer.

Wenige Minuten nach dieser Aufnahme liess sie sich ein letztes Mal an ihrem Lebensfaden zu Boden sinken nachdem ich sie in einen Giftnebel eingehüllt hatte.

Gärtnern auf der Terrasse

Für ein Gartenblog reicht es nicht. So viel gibt es auf unserer Dachterrasse nicht zu gärtnern. Trotzdem wollen alle Pflanzen in Kübeln und Töpfen gepflegt, gedüngt und gegossen werden. Mir macht es Spass, hier und da ein wenig herumzuschnibbeln, wenn Verblühtes entfernt werden muss.


Der metereologische Sommer neigt sich dem Ende zu. Leider sind einige der überwinterten Pflanzen in diesem Jahr recht spät dran und haben erst jetzt die ersten Blüten, wie z.B. die Trompetenblume. Erst seit wenigen Tagen hat sie zwei Blüten hervorgebracht, die ab dem späten Nachmittag einen betörenden Duft verströmen.

Nur noch wenige Wochen, dann muss ich den Überwinterungskeller wieder herrichten. Einige Pflanzen habe ich schon viele Jahre und es wäre schade, wenn sie dem Frost zum Opfer fallen würden. Aber noch können wir den Anblick geniessen, den schweren Duft einatmen und dem Plätschern des Brunnes lauschen.

Und wenn wir Glück haben, können wir eine Feige ernten, mit ganz viel Glück auch zwei oder mehr.

Das hat was …


… wenn man den kühlen Morgenkakao auf der sommerwarmen Terrasse einnimmt, dem Rauschen der Pappeln lauscht und von der nahen Elbe das Tuckern des Motors eines vorbeifahrenden Binnenschiffes herrüberklingt.

Beschnuppern


Ein spontanes und klärendes Gespräch zweier Bewohnerinnen hatte zur folge, dass wir ganz spontan eine Einladung zwecks näheren Kennenlernens aussprachen. Da wir die neuen Einwohner ebenso wenig kannten wir die uns aus der 3. Etage, war die Spannung, wie der Abend verlaufen würde, auf beiden Seiten gross. Wenn aus dem Abend eine ganze Nacht wurde, nämlich von 19.00 Uhr bis nach 3 Uhr morgens, muss man wohl davon ausgehen, dass das Treffen sehr erfolgreich war und seinen Zweck erfüllte.

Zu dem Foto ist wohl weiter nichts zu sagen. Wer wieviel wovon getrunken hat, wird hier mal anonymisiert:
Eine Person trank 1 Flasche Champagner
Eine Person trank 2 Flaschen Roséwein
Zwei Personen tranken 2-1/2 Flaschen Rotwein
Zwei Personen tranken 11 0,5-Literflaschen Bier