Archiv des Autors: Hans-Georg

Kontrolliert umgelegt

Zum Geburtstag Ende März bekam ich ein Bäumchen Salix arbuscula geschenkt, eine Zwergweide. Einen (noch) passenden Pflanztopf bekam ich dazu. Das Bäumchen fand einen Platz, wenn vielleicht auch erst vorläufig. Wenn die Sommerbepflanzung Anfang/Mitte Mai vollendet ist, schau ich, wie alles arrangiert wird.

Der Sturm, der hier an den Tagen vor Ostern wütete, legte das neue Bäumchen einfach um. Noch ist es ja recht handlich und ich stellte es an einen anderen Platz. Wenn es da umkippen würde, würde es gegen die Wand kippen, dachte ich. Natürlich fiel es prompt in die andere Richtung. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als das zierliche Bäumchen gezielt so zu kippen und zu legen, dass es keinen Schaden anrichten kann und selbst von Schäden verscheint bleiben würde.

Jetzt steht das Stämmchen erstmal wieder da, wo es passt. Wenn es allerdings da seinen Stammplatz erhält, muss ich es in einen größen Kübel umsetzen damit es stabil steht. Denn mit Stürmen ist hier im Norden ja öfter zu rechnen.

Neue Einwohner?


Im Frühling 2015 hatte ein Meisenpärchen versucht, in einer ungewöhnlichen Behausung ihren Nachwuchs großzuziehen. Leider waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Wir hatten irgendwann feststellen müssen, dass das Füttern eingestellt worden war. Bei der Untersuchung der Behausung stellte sich heraus, dass die kleinen Meisen gestorben waren, vermutlich an Unterkühlung.

Im Herbst des vergangenen Jahres haben wir einen Brutkasten für Meisen aufgehängt, wissend, dass die Gegebenheiten bei uns nicht optimal sind. Wind- und Sonnenrichtung soll man beachten, und geschützt soll es auch sein. Die Einflugöffnung zeigt hier genau nach Westen und somit zur Wetterseite. Anderseits, wenn die Meisen auch eine Möglichkeit zum Bauen mit einer Öffnung nach oben in betracht ziehen, dann könnte es also was werden mit dem Nestbau.

Seit ca. 3 Wochen beobachten wir, dass sich eine Blaumeise für das Angebot interessiert. Anfangs steckte sie nur den Kopf hinein und flog dann wieder weg. Seit etwa 2 Wochen krabbelt sie ganz in den Nistkasten hinein, ohne dass sie Baumaterial anschleppt. Sie bleibt dann einen Augenblick in dem Kasten und kommt dann wieder heraus. Wir fragen uns, was die darin veranstaltet. Vielleicht setzt sie eine Art Duftmarke damit nicht andere Meisen auf die Idee kommen, ihr die Behausung streitig zu machen.

Wir hoffen nun, dass das Angebot zum Nestbau und damit zur Aufzucht von Nachwuchs angenommen wird. Warum wohl sonst wird das Häuschen täglich begutachtet?

Sonnenstimmung

Nach einem weitgehenst trüben Tag klarte es heute dann heute Nachmittag doch noch auf und die untergehende Sonne warf ihr rotes Licht durch eins der Fenster im Arbeitszimmer auf den gegenüberstehenden Schrank. Ich liebe diese Lichtstimmungen.

Immer wieder sind Bernd und ich uns einig, dass es gut war, uns damals gerade für diese Wohnung entschieden zu haben.

Vor dem Fenster

Im Elbe-Penthouse wohnen wir ja fast wie im Wald. An 2 Seiten ist das Gebäude von Bäumen umgeben, das hat Vor- und Nachteile. Gegenüber meines Platzes im Arbeitszimmer befindet sich ein Fenster. Bei entsprechendem Sonnenstand sehe ich dort die Sonne untergehen. Ich sehe dort draußen aber auch fast jede Bewegung in den Bäumen, ob ich nun da direkt hinschaue oder nicht.

Die Bewohnerin unter uns hat auf ihrem Balkon sicher einen Futterplatz für Vögel. Zu manchen Zeiten ist da draußen nämlich reger Flugverkehr. Die kleinen gefiederten Gesellen sitzen dann auf den Zweigen und warten, bis am Futterhäuschen Platz ist.

Die kleinen bunten, die Stieglitze, hat die Dame uns sozusagen geklaut. Die haben sonst auch unser Futterhäuschen bevölkert. Nur noch ab und zu kommen sie zu uns. Die Grünfinken teilen sich offensichtlich die beiden Futterplätze, denn die kommen auch in Schwärmen zu uns. Wenn es denn noch mal richtig kalt werden und Schnee geben sollte, werden auch mehr Stieglitze bei uns zu gast sein.

Vor ein paar Jahren hatte ich mal 13 verschiedene Vogelarten bei uns am Häuschen gezählt. Die größten sind die Ringeltauben, Buntspechte und Eichelhäher. Der kleinste gesichtete Vogel war der Zaunkönig.

Das neue Esszimmer


Bei der Auflösung der Wohnung meiner Mutter fiel mir ja so einiges in die Hände, was ich zusammen mit Dingen aus eigenem Bestand versilbert habe. Da wir schon seit längerem gern einen neuen Esstisch haben wollten und ich den ganz erklecklichen Betrag nicht einfach so für irgendwas ausgeben wollte, war die Idee, den Erlös in einen neuen Esstisch und neue Stühle zu investieren.

Für den Tisch sollten ein paar Vorgaben eingehalten werden: Massivholz, möglichst lang ausziehbar, keine Ansteckplatten, zeitlos. Es dauerte, bis wir einen passenden Tisch gefunden hatten. Man glaubt ja gar nicht, wieviel Modelle es gibt. Und je mehr man sich damit beschäftigt, um so mehr Dinge fallen auf, die gut sind oder die man lieber doch nicht haben will.

Wir haben uns dann für einen Tisch aus Eiche bianco massiv entschieden, Grundgröße 160 x 90 cm, verlängerbar durch 3 innenliegende Platten bis auf 295 cm, also Platz für reichlich Gäste.

Unsere alten Stühle passten natürlich nicht, weder vom Holz (Buche) noch vom Design. Wir stellten uns sogenannte Freischwinger vor, diese Stühle, auf denen man seekrank werden kann. Von der Optik gab es viel, was uns im Möbelhaus unseres Vertrauens gefiel, aber das Sitzgefühl ließ in den meisten Fällen zu wünschen übrig. Meist war das Gestell „zu weich“, d.h. man konnte sich richtig mit dem Stuhl aufschaukeln. Aber es gab dann doch ein Modell, mit dem wir uns anfreunden konnten, sogar federkerngepolstert.

Insgesamt haben wir ein sehr schönes Ensemble gefunden, welches hoffentlich jetzt auch 20 Jahre – oder sogar länger – hält. Der alte Tisch aus massiver Buche war ja noch total in Ordnung, nur etwas zu klein. Er wurde vom Sozialkaufhaus abgeholt und kommt hoffentlich in pflegsame Hände. Die alten Stühle behalten wir für den Fall, dass die Anzahl der Gäste die Zahl 4 übersteigt.

Zukünftig wird jeder Gast gewogen bei seiner Ankunft. Die Stühle haben nämlich eine Tragfähgikeit von 140 kg.

Nie wieder Geranien?

Wir fanden sie toll, die Geranien mit der Farbkomposition rot und weiß. Die Blütenköpfe leuchteten. Und dann kam der Sommer, der keiner war. Die Wärme fehlte und die Sonne. Stattdessen war es kalt und es regnete viel. Als wir aus dem Urlaub zurück waren, waren nur noch grüne Geranienblätter zu sehen nachdem ich die abgeblühten Stengel abgeschnitten hatte. Wegen der norddeutschen Sommerwitterung kam auch nichts nach. Immerhin war es grün in den Kästen.

Aber neben, vor und hinter den Kästen sieht es nun ganz schrecklich schmutzig aus. Die abgefallenen Blütenblätter blieben durch die feuchte Witterung liegen und gammelten vor sich hin. Zu Beginn der Terrrassensaison hatte ich alles schön sauber gemacht, was zwischen den Geländerstützen nicht so einfach ist. Es bleibt nicht aus, dass man sich die Finger dabei aufscheuert.

Jetzt sieht das alles noch viel schlimmer aus als nach dem letzten Winter. Und es wird noch schwieriger werden, das im nächsten Jahr alles wieder da rauszupulen.

Eine Alternativbepflanzung muss her. Am besten ganzjährig und immergrün. Dann fällt nichts ab, was Schmutz verursacht. Wir müssen uns auf die Suche machen, wissend, dass die Halbschattenlage unserer Terrasse ein wenig schwierig ist.

Spießer?


Wir haben schon viel ausprobiert, was im Sommer in den Balkonkästen blühen sollte. Unsere Terrasse ist ja eher schattig als halbschattig gelegen und da ist es nicht so einfach, was passendes zu finden. Entweder es gedeiht nicht so richtig oder es macht viel Arbeit oder die abgefallenen Blüten machen Dreck.

Jetzt sind wir bei Geranien gelandet. Und denen gefällt die Lage offensichtlich recht gut. Geranien sind ja eigentlich der Inbegriff des Spießertums. Aber was nützt es – man möchte es ja hübsch haben wenn man mal auf der Terrasse sitzen kann. Habe ja vor 11 Jahren schon gesagt, dass wir Spießer werden. Nun ist das wohl soweit.

Fliegenfänger


Es ist eher ein Fliegenmagnet als ein Fliegenfänger. Es geht dabei um Schwarmfliegen. Ob das die richtige Bezeichnung für diese lästigen kleinen Insekten ist, weiss ich nicht. Tatsache ist, es sich um kleine fliegende Insekten handelt, welche turmartige Schwärme über hellen Untergründen bilden.

Da geht man ganz locker eine Strasse im Schatten entlang, plötzlich muss man durch diesen Schwarm durch weil einen Grundstückseinfahrt mit hellem Pflaster in der Sonne liegt. Die Dinger lieben es also hell. Im Schatten sind die nicht zu finden.

Wenn wir draussen sitzen, umschwirren diese Viecher das Haupt meines Mannes weil er als Redhead helle Haut hat. Ein weisser Teller auf dem Tisch beim Essen – und du siehst die Fliegen in Augenhöhe über dem Grillfleisch wabern. Selbst durch das helle Display des EReaders fühlen sie sich magisch angezogen und ständig wedelt man mit der Hand um sie zu verscheuchen, aber es nützt überhaupt nichts. Einzig eine kleine Windboe ist in der Lage, den Scharm kurzfristig zu vertreiben.

Jetzt habe ich endlich DIE Lösung für das Problem gefunden: Ein weisses Handtuch auf dem Tisch hält die Fliegen magisch an Ort und Stelle. Wir können in Ruhe essen oder lesen. Und das fällt mir erst im 9. Sommer ein!

Upgrade für den kleinen Dreck

Seit Jahren hatten wir den Akkusauger DC16 von Dyson in Betrieb. Täglich war das Ding für den kleinen Dreck zwischendurch im Einsatz. Es ist ja so, dass irgendwo wieder irgendwas rumliegt, kaum dass der Robi seinen Dienst verrichtet hat. Auf dem Fliesenboden bleibt ja fast nichts verborgen. Selbst die Brotschneidemaschine wird damit von Krümeln befreit, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Nun gab der Akkusauger seinen Dienst auf, der Motor tat es nicht mehr. Ich hatte das Teil seinerzeit bei Dyson registriert, was sich jetzt als Glücksfall herausstellte. Ich rief den Service an und es wurde mir das Angebot gemacht, für 80 Euro pauschal, das Gerät zu reparieren. Es würde dafür ein Techniker kommen, der alles in seinem Wagen dabeihat. Leute, ich bitte euch, wo gibt es so einen Service für einen Handstaubsauger. Da kommt einer nach Hause und repariert das! Unglaublich. Das vergleichbare neuere Gerät hätte ca. 160 Euro gekostet. Für 80 Euro sozusagen ein neues Gerät – denn mehr Technik als der Motor ist da nicht drin.

Der nette Techniker erschien und erzählte mir dann, dass der Service einen Fehler gemacht hat. Es gibt für das Gerät nämlich keine Ersatzteile mehr. Aber: Es gibt eine Aktion, ich würde 30 Prozent Rabatt auf das Gerät DC45 bekommen. Na, bei den Preisen von Dyson sind 30 Prozent viel Geld. Er gab mir einen Code, den ich dann beim Dysonshop eingeben müsste.

Klar, dass ich das Ding nicht blind bestellt habe. Erstmal habe ich mir die Eigenschaften eingehend angeschaut und natürlich die Preise verglichen. Schnell stand der Entschluss fest: Das Ding wird bestellt.

Neu für uns ist das Verlängerungsrohr und die elektrisch betriebene Bodendüse. Mit der langen Laufzeit von 20 Minuten lässt sich jetzt auch das Sofa vom Staub befreien. Der DC45 ist der Hammer!
Für ca. 15 Euro mehr haben wir jetzt ein besseres Gerät als ich für ein vergleichbares für das alte ausgegeben hätte. Das ist ein Deal!