Archiv für den Monat: November 2007

Gerade gemacht

Wir hatten es selbst Wochen nach dem Einzug noch nicht entdeckt, dass das WC-Becken schief an der Wand hing.

Eine befreundete Nachbarin, die mit ihrem Mann kürzlich bei uns zu Gast war, besichtigte natürlich auch das Badezimmer. Sofort entdeckte sie den Fehler. Natürlich versuchte sie nicht, das WC selbst gerade zu schieben, sonst wäre vermutlich ein ähnliches Chaos ausgebrochen wie in dem Sketch von Loriot „Das Bild hängt schief“.

Der Installateur war jetzt da und hat es gerade gemacht – ohne ein Chaos anzurichten. Und wir rutschen jetzt nicht mehr vom Klo.

Gute Fenster

Gestern war Besuchstag im Elbe-Penthouse.
Am Nachmttag waren 2 Damen mit Hund hier und haben sich einen Keks abgeholt, am Abend hatten wir Besuch aus der Nachbarschaft zum Glöggtrinken.

Manchmal fällt man, wenn man Besuch hatte, totmüde ins Bett. Ein anderes Mal ist man noch ein wenig aufgekratzt und kann noch nicht gleich schlafen – so wie gestern Abend.

Nachdem unser Besuch weg war, haben wir noch einen Augenblick am Rechner gesessen und sind durch das WWW gesurft. Und plötzlich hörte ich, kaum wahrnehmbar, gedämpfte Töne von Musik. Das Radio hatten wir nicht an, auch unserer Rechnerboxen waren abgeschaltet. Aus dem Haus konnte es auch nicht kommen. Also öffnete ich ein Fenster. Sofort tönte mir von irgendwoher, wahrscheinlich vom Veranstaltungsplatz, der ca. 300 m Entfernt liegt, laute Musik entgegen. Als ich das Fenster wieder geschlossen hatte, waren die Töne kaum noch zu hören.

Wir sind begeistert von der Qualität unserer Fenster, garantieren sie doch einen störungsfreien Schlaf.

Spontane Entsorgung

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da fragt man sich, ob man ein Baublog abschliessen soll oder nicht. Es gibt viel Internetleichen, die seit Monaten einfach so daliegen und man hat dein Eindruck, es passiert nichts mehr. Kaum ein Bauherr schreibt, dass jetzt alles gesagt worden ist, das Blog aber bestehen bleibt um Interessenten vielleicht Hilfestellung zu geben. Ich werde demnächst die Linkliste diesbezüglich genau unter die Lupe nehmen.

Ich für meinen Teil will versuchen mich zu bemühen, das Weblog über das Elbe-Penthouse am Leben zu erhalten, auch wenn die Einträge nicht mehr in so kurzen Abständen wie bisher erscheinen werden.

Es gibt aber auch Begebenheiten, da frage ich mich, wo gehört das jetzt hin? Soll ich das bei Queergedacht schreiben oder ins Elbe-Penthouse? Ein Eintrag bei Volker hat mir dann die heutige Entscheidung abgenommen. Denn das, was mir heute berichtenswert erscheint ist einerseits ein Stück aus dem Alltag, anderseits hätte dies so nicht stattgefunden, würde wir nicht im Elbe-Penthouse wohnen. Es ist also eigentlich ein crossover. Aber Volker hat dann den Auschlag gegeben, wo ich heute schreiben soll:

Heute Mittag trafen wir auf unserem Weg runter zur Elbe, um dort Brotreste von gestern an die Enten zu verfüttern, unseren Nachbarn. Ganz spontan fragten wir ihn, ob sie, also er und seine Frau, Lust auf eine Latte hätten:
„Habt ihr Lust auf ’ne Latte?“ – „Da muss ich meine Frau fragen.“ – „OK, wir melden uns, wenn wir wieder da sind.“ – „OK.“

Wir verfütterten unser Brot an die hungrigen Schnäbel und standen danach noch ein Weilchen in der warmen Novembersonne am grossen Strom.

Kaum waren wir zurück klingelte es an der Wohnungstür (anhand des Klingeltons können wir unterscheiden, ob an der Haus- oder an der Wohnungstür um Einlass gebeten wird): „Was ist denn nun?“ (oder so ähnlich). – „Jo, kommt rein“.

Die Beiden wollten dann zwar keine Latte sondern einen Cappu. Die Latte hattentranken Bernd und ich. Dazu gab es noch Kuchen von gestern. Viel war es nicht aber nun ist er weg.

Na ja, wie es dann so ist wenn man gemütlich zusammensitzt, wird über dies und jenes gesprochen, so auch über den gestrigen Abend bei uns und über das, was es zu essen gab. „Zimteis? Wie macht ihr das denn? Habt ihr ’ne Eismaschine?“ – „Wollt ihr probieren? Wir haben noch was übrig.“ Na ja, so wurde dann der Rest von dem Zimteis auch vertilgt. Auch von den Äpfeln hatte ich noch was im Kühlschrank. Die wurden schnell in der Mikrowelle heiss gemacht.

Irgendwann war es dann soweit, dass wir unseren Nachbarn auch noch Ofensuppe aufschwatzen konnten. Die ist nun auch wech und wir sind froh, dass alle Reste verwertet wurden und wir so nette und lockere Nachbarn haben.

Erste Präsentation

Das Elbe-Penthouse ist zwar noch nicht perfekt, aber so weit hergestellt, dass es vorzeigbar ist. Gestern fand dann auch die erste offizielle Einweihung statt, nämlich für die Sponsoren. Da meine Eltern einen nicht unerheblichen Beitrag geleistet haben, wollte ich ihnen zugestehen, den Reigen der Präsentationen zu eröffnen. Natürlich war Bernds Mutter auch dabei, sie gehört ja mit zur Familie.

Die Reaktion nach der Besichtigung war eindeutig positiv. Wenn unseren Gästen irgendetwas nicht gefallen hätte, hätten sie es ganz bestimmt gesagt. Uns hat es natürlich gefreut, dass die neue Wohnung nicht nur uns gefällt.

Zum Abendessen gab es Ofensuppe und Zimteis mit heissen Äpfeln. Unsere Gäste waren so begeistert, dass sie die Rezepte haben wollten.