Vor dem Fenster

Im Elbe-Penthouse wohnen wir ja fast wie im Wald. An 2 Seiten ist das Gebäude von Bäumen umgeben, das hat Vor- und Nachteile. Gegenüber meines Platzes im Arbeitszimmer befindet sich ein Fenster. Bei entsprechendem Sonnenstand sehe ich dort die Sonne untergehen. Ich sehe dort draußen aber auch fast jede Bewegung in den Bäumen, ob ich nun da direkt hinschaue oder nicht.

Die Bewohnerin unter uns hat auf ihrem Balkon sicher einen Futterplatz für Vögel. Zu manchen Zeiten ist da draußen nämlich reger Flugverkehr. Die kleinen gefiederten Gesellen sitzen dann auf den Zweigen und warten, bis am Futterhäuschen Platz ist.

Die kleinen bunten, die Stieglitze, hat die Dame uns sozusagen geklaut. Die haben sonst auch unser Futterhäuschen bevölkert. Nur noch ab und zu kommen sie zu uns. Die Grünfinken teilen sich offensichtlich die beiden Futterplätze, denn die kommen auch in Schwärmen zu uns. Wenn es denn noch mal richtig kalt werden und Schnee geben sollte, werden auch mehr Stieglitze bei uns zu gast sein.

Vor ein paar Jahren hatte ich mal 13 verschiedene Vogelarten bei uns am Häuschen gezählt. Die größten sind die Ringeltauben, Buntspechte und Eichelhäher. Der kleinste gesichtete Vogel war der Zaunkönig.

Das neue Esszimmer


Bei der Auflösung der Wohnung meiner Mutter fiel mir ja so einiges in die Hände, was ich zusammen mit Dingen aus eigenem Bestand versilbert habe. Da wir schon seit längerem gern einen neuen Esstisch haben wollten und ich den ganz erklecklichen Betrag nicht einfach so für irgendwas ausgeben wollte, war die Idee, den Erlös in einen neuen Esstisch und neue Stühle zu investieren.

Für den Tisch sollten ein paar Vorgaben eingehalten werden: Massivholz, möglichst lang ausziehbar, keine Ansteckplatten, zeitlos. Es dauerte, bis wir einen passenden Tisch gefunden hatten. Man glaubt ja gar nicht, wieviel Modelle es gibt. Und je mehr man sich damit beschäftigt, um so mehr Dinge fallen auf, die gut sind oder die man lieber doch nicht haben will.

Wir haben uns dann für einen Tisch aus Eiche bianco massiv entschieden, Grundgröße 160 x 90 cm, verlängerbar durch 3 innenliegende Platten bis auf 295 cm, also Platz für reichlich Gäste.

Unsere alten Stühle passten natürlich nicht, weder vom Holz (Buche) noch vom Design. Wir stellten uns sogenannte Freischwinger vor, diese Stühle, auf denen man seekrank werden kann. Von der Optik gab es viel, was uns im Möbelhaus unseres Vertrauens gefiel, aber das Sitzgefühl ließ in den meisten Fällen zu wünschen übrig. Meist war das Gestell „zu weich“, d.h. man konnte sich richtig mit dem Stuhl aufschaukeln. Aber es gab dann doch ein Modell, mit dem wir uns anfreunden konnten, sogar federkerngepolstert.

Insgesamt haben wir ein sehr schönes Ensemble gefunden, welches hoffentlich jetzt auch 20 Jahre – oder sogar länger – hält. Der alte Tisch aus massiver Buche war ja noch total in Ordnung, nur etwas zu klein. Er wurde vom Sozialkaufhaus abgeholt und kommt hoffentlich in pflegsame Hände. Die alten Stühle behalten wir für den Fall, dass die Anzahl der Gäste die Zahl 4 übersteigt.

Zukünftig wird jeder Gast gewogen bei seiner Ankunft. Die Stühle haben nämlich eine Tragfähgikeit von 140 kg.

Nie wieder Geranien?

Wir fanden sie toll, die Geranien mit der Farbkomposition rot und weiß. Die Blütenköpfe leuchteten. Und dann kam der Sommer, der keiner war. Die Wärme fehlte und die Sonne. Stattdessen war es kalt und es regnete viel. Als wir aus dem Urlaub zurück waren, waren nur noch grüne Geranienblätter zu sehen nachdem ich die abgeblühten Stengel abgeschnitten hatte. Wegen der norddeutschen Sommerwitterung kam auch nichts nach. Immerhin war es grün in den Kästen.

Aber neben, vor und hinter den Kästen sieht es nun ganz schrecklich schmutzig aus. Die abgefallenen Blütenblätter blieben durch die feuchte Witterung liegen und gammelten vor sich hin. Zu Beginn der Terrrassensaison hatte ich alles schön sauber gemacht, was zwischen den Geländerstützen nicht so einfach ist. Es bleibt nicht aus, dass man sich die Finger dabei aufscheuert.

Jetzt sieht das alles noch viel schlimmer aus als nach dem letzten Winter. Und es wird noch schwieriger werden, das im nächsten Jahr alles wieder da rauszupulen.

Eine Alternativbepflanzung muss her. Am besten ganzjährig und immergrün. Dann fällt nichts ab, was Schmutz verursacht. Wir müssen uns auf die Suche machen, wissend, dass die Halbschattenlage unserer Terrasse ein wenig schwierig ist.

Spießer?


Wir haben schon viel ausprobiert, was im Sommer in den Balkonkästen blühen sollte. Unsere Terrasse ist ja eher schattig als halbschattig gelegen und da ist es nicht so einfach, was passendes zu finden. Entweder es gedeiht nicht so richtig oder es macht viel Arbeit oder die abgefallenen Blüten machen Dreck.

Jetzt sind wir bei Geranien gelandet. Und denen gefällt die Lage offensichtlich recht gut. Geranien sind ja eigentlich der Inbegriff des Spießertums. Aber was nützt es – man möchte es ja hübsch haben wenn man mal auf der Terrasse sitzen kann. Habe ja vor 11 Jahren schon gesagt, dass wir Spießer werden. Nun ist das wohl soweit.

Fliegenfänger


Es ist eher ein Fliegenmagnet als ein Fliegenfänger. Es geht dabei um Schwarmfliegen. Ob das die richtige Bezeichnung für diese lästigen kleinen Insekten ist, weiss ich nicht. Tatsache ist, es sich um kleine fliegende Insekten handelt, welche turmartige Schwärme über hellen Untergründen bilden.

Da geht man ganz locker eine Strasse im Schatten entlang, plötzlich muss man durch diesen Schwarm durch weil einen Grundstückseinfahrt mit hellem Pflaster in der Sonne liegt. Die Dinger lieben es also hell. Im Schatten sind die nicht zu finden.

Wenn wir draussen sitzen, umschwirren diese Viecher das Haupt meines Mannes weil er als Redhead helle Haut hat. Ein weisser Teller auf dem Tisch beim Essen – und du siehst die Fliegen in Augenhöhe über dem Grillfleisch wabern. Selbst durch das helle Display des EReaders fühlen sie sich magisch angezogen und ständig wedelt man mit der Hand um sie zu verscheuchen, aber es nützt überhaupt nichts. Einzig eine kleine Windboe ist in der Lage, den Scharm kurzfristig zu vertreiben.

Jetzt habe ich endlich DIE Lösung für das Problem gefunden: Ein weisses Handtuch auf dem Tisch hält die Fliegen magisch an Ort und Stelle. Wir können in Ruhe essen oder lesen. Und das fällt mir erst im 9. Sommer ein!

Upgrade für den kleinen Dreck

Seit Jahren hatten wir den Akkusauger DC16 von Dyson in Betrieb. Täglich war das Ding für den kleinen Dreck zwischendurch im Einsatz. Es ist ja so, dass irgendwo wieder irgendwas rumliegt, kaum dass der Robi seinen Dienst verrichtet hat. Auf dem Fliesenboden bleibt ja fast nichts verborgen. Selbst die Brotschneidemaschine wird damit von Krümeln befreit, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Nun gab der Akkusauger seinen Dienst auf, der Motor tat es nicht mehr. Ich hatte das Teil seinerzeit bei Dyson registriert, was sich jetzt als Glücksfall herausstellte. Ich rief den Service an und es wurde mir das Angebot gemacht, für 80 Euro pauschal, das Gerät zu reparieren. Es würde dafür ein Techniker kommen, der alles in seinem Wagen dabeihat. Leute, ich bitte euch, wo gibt es so einen Service für einen Handstaubsauger. Da kommt einer nach Hause und repariert das! Unglaublich. Das vergleichbare neuere Gerät hätte ca. 160 Euro gekostet. Für 80 Euro sozusagen ein neues Gerät – denn mehr Technik als der Motor ist da nicht drin.

Der nette Techniker erschien und erzählte mir dann, dass der Service einen Fehler gemacht hat. Es gibt für das Gerät nämlich keine Ersatzteile mehr. Aber: Es gibt eine Aktion, ich würde 30 Prozent Rabatt auf das Gerät DC45 bekommen. Na, bei den Preisen von Dyson sind 30 Prozent viel Geld. Er gab mir einen Code, den ich dann beim Dysonshop eingeben müsste.

Klar, dass ich das Ding nicht blind bestellt habe. Erstmal habe ich mir die Eigenschaften eingehend angeschaut und natürlich die Preise verglichen. Schnell stand der Entschluss fest: Das Ding wird bestellt.

Neu für uns ist das Verlängerungsrohr und die elektrisch betriebene Bodendüse. Mit der langen Laufzeit von 20 Minuten lässt sich jetzt auch das Sofa vom Staub befreien. Der DC45 ist der Hammer!
Für ca. 15 Euro mehr haben wir jetzt ein besseres Gerät als ich für ein vergleichbares für das alte ausgegeben hätte. Das ist ein Deal!

Nehmen wie es kommt

Der Himmel verdunkelt sich, „Ich höre schrecklich Rauschen“ (Die Zaberflöte). Mein Blick aus dem Fenster offenbart mir eine Sturm- und Hagelboe. Ich schnappe mir die Kamera und dokumentiere das Unwetter. Sekunden später ist es vorbei und am Himmel sind große blaue Lücken zu sehen. Der nächste Schauer ist nicht mehr weit, fehlt nur noch „Donner und Blitz“ (Polka von Johann Strauss). Vielfältig wie die Musik der Welt ist auch das Aprilwetter. Und das hat absolut nichts dem Klimawandel zu tun, Wetterphänomene dieser Art gab es schon immer!

Es wird langsam


Kürzlich habe ich gelesen, dass der März 2016 überdurchschnittlich hohe Temperaturen aufgewiesen hat. Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen, hatte ich doch in den Vorjahren schon einige Male in der Sonne sitzen können. Auch der April ist nicht besser, für das kommende Wochenende ist sogar Schneeregen vorhergesagt.

Aber ganz langsam wird es rund um das Elbepenthouse grün wie die Gegenlichtaufnahme zeigt, die ich gestern Abend von unserer Terrasse aus gemacht habe.

Es kann losgehen!

Ein schöner Tag um die Terrassenmöbel hervorzuholen. Das passt zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit. Ihr kennt doch die Eselsbrücke: Im Frühling holt man die Gartenmöbel hervor = die Zeit 1 Stunde vorstellen. Im Herbst stellt man die Gartenmöbel zurück = die Zeit 1 Stunde zurückstellen. Ist doch ganz simpel. Ich weiß gar nicht, warum sich die Leute immer so aufregen, 2 x im Jahr.

Den schönen Tag habe ich gleich ausgenutzt um die Terrassensaison zu eröffnen. Zur Feier des Tages gönnte ich mir ein Gläschen Rum, Ron Zacapa aus Guatemala – ein Traum.

Die Flasche habe ich im vorigen Jahr zum Geburtstag bekommen. Sie ist noch ca. 3/4 voll. Man bin ich sparsam. Nein, sowas gutes muss ich genießen und es gibt nur wenige Gelegenheiten, das zu tun. Heute war so eine Gelegenheit: Willkommen Sommersaison!

Kein Wasser

Heute sollet der Terrassenboy die Terrasse für die neue Saison fein herausputzen und alle Ablagerungen des letzten Sommers und des vergangenen Winters von den Bodenfliesen schrubben, dazu braucht es Wasser. Ich krabbelte also in den Unterschrank in welchem sich das Ventil befindet um die Wasserleitung für den Winter abzusperren. Ich drehte den Griff des Ventils und ging dann nach draussen um dort zu prüfen, ob denn da nun auch Wasser ankommt. Da kam aber nichts! Ich krabbelte also wieder in den Schrank, drehte am Ventil hin und her und her und hin – aber draussen plätscherte nichts. Da der Boy nun mal da war, musste ich mich mit einem Eimer behelfen: Erstmal einnässen, also die Fliesen, dann den Boy bürsten lassen, wieder einen Eimer Wasser holen und das Zeugs wegspülen usw usw. Vermutlich hätte ich mit einem Schlauchanschluss jede Menge Wasser und Zeit sparen können. Aber das musste nun mal erledigt werden.

Das Ventil muss sich im Winter festgesetzt haben und vermutlich habe ich nur einen Teil der Mechanik gedreht. Aber das wird sich Montag ein Intallateur anschauen. Und dann soll da was ordentliches eingebaut werden, so mit einer 90-Grad-Drehung ein/aus oder klack/klack. Ich könnte das auch selbst, den Fisch habe ich auch selbst montiert. Aber das Absperrventil sitzt an einer ungünstigen Stelle und wenn ich das nicht richtig dicht bekomme, wäre das nicht schön. So ein Installateur hat dann ja auch besseres Werkzeug und weiß – hoffentlich – wie er damit umzugehen hat.